Wopfinger-Schottergrube an der B121 sollte Standort für Industrieanlage sein

© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
07/02/2021

Erleichterung und weiter Skepsis zur Absage des Salzschlacke-Werks

SPÖ und ÖVP kritisieren schlechte Kommunikation der Projektbetreiber

von Wolfgang Atzenhofer

Kematen/Ybbs. Erleichterung herrscht im Ybbstal über den offensichtlichen Rückzug des Baumit-Konzerns ihres geplanten Upcycling Parks in der Gemeinde Kematen im Bezirk Amstetten. Baumit-Eigentümer Robert Schmid hat, wie berichtet, angekündigt, einen anderen Standort für die Aufbereitungsanlage für Alu-Salzschlacke zu suchen. Umweltaktivisten bleiben hellhörig.

„Das Projekt ist in der Vorbegutachtung und wurde noch nicht völlig für Kematen abgesagt“, heißt es bei der Bürgerinitiative „Entscheide mit“, die sich nach dem Kampf gegen die Alu-Schmelze SMA in den 1990er-Jahren nun wieder formiert hat. Ein Grund für die Skepsis ist, dass die Wopfinger-Schottergrube in der das Werk geplant wäre, seit 30 Jahren Baumit gehört. Aktuell liegt die Widmung Bauland-Betriebsgebiet darauf, was das Areal an der B121 zum interessanten Gewerbeareal macht.

Petition

Bei der SPÖ, die eine Petition gegen das Werk gestartet hat, herrscht Genugtuung. Der Stopp sei gut, meinte Bezirksvorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig, zu groß sei das Informationsdefizit der Bevölkerung gewesen. SPÖ-Nationalrat Alois Schroll bereitet eine parlamentarische Anfrage an die Umweltministerin vor.

Kritik an der Politik durch Baumit-Chef Schmid, weil sie innovative Technologie nicht unterstützte, sondern bremse, weist der Ybbstaler ÖVP-Abgeordnete und Allhartsberger Bürgermeister Anton Kasser zurück. Wegen der SMA-Vorgeschichte stoße das Werk auf keine gesellschaftliche Akzeptanz. Zudem sei die Kommunikation von Baumit zum Projekt alles andere als optimal gewesen.

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