© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
06/29/2021

Nach Abfuhr im Gemeinderat: S34-Gegner starten Petition

Nachdem der Gemeinderat den Initiativantrag von "Stopp S34" ablehnte, starten die Aktivisten nun eine Petition an Bund und Land.

von Sophie Seeböck

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Mit einer hitzigen Diskussion verabschiedete sich am Montagabend der St. Pöltner Gemeinderat in die Sommerpause. Um kurz vor Mitternacht wurde als letzter Tagesordnungspunkt der Initiativantrag von "Stopp S34", einer Gruppe Aktivisten rund um die St. Georgnerin Romana Drexler, zur Diskussion gestellt. 

Mehrheit dagegen

Nach zahlreichen, teils emotionalen Wortgefechten, wurde der Antrag aber mehrheitlich abgelehnt. Während Neos, Grüne und Josef Brader von der ÖVP ihre Stimme den Aktivsten schenkten, sprachen sich die Gemeinderäte der SPÖ, FPÖ, sowie der ÖVP einheitlich für den Bau der Traisental-Schnellstraße aus.

Ein enttäuschender, aber erwartungsgemäßer Ausgang für die Aktivisten: "Auch wenn unser Antrag von SPÖ und ÖVP nicht unterstützt wurde, war es dennoch ein wichtiger Abend für uns", zeigt sich Drexler weiterhin kämpferisch.

Kundgebung vor der Sitzung

Kampfgeist bewiesen die S34-Gegner nicht nur beim Sammeln der rund 2.500 Unterstützungserklärungen von St. Pöltnerinnen und St. Pöltner für den Initiativantrag, die innerhalb weniger Tage aufgetrieben wurden. Sondern auch am Montagnachmittag wurde die Gemeinderatssitzung vor dem VAZ St. Pölten mit einer Kundgebung eingeläutet. 

Der Antrag an den St. Pöltner Gemeinderat wa nur der erste Streich der Aktivisten. "Der Kampf für unseren Lebensraum und unsere Natur geht mit einer Petition an Land und Bund in die nächste Runde", kündigt Drexler am Dienstag den Zweiten an. Das erklärte Ziel von "Stopp S34": 5.000 Unterschriften. 

Forderung an Bund und Land

Mit der Petition sollen Land und Bund aufgefordert werden und "das Retro-Projekt S34 zu stoppen", sowie die "geplanten 208 Millionen Euro in Bus-, Bahn- und Radverbindungen zu investieren", heißt es auf der Facebookseite der Initiative. "Wir hören erst auf laut zu sein, wenn das katastrophale Projekt S34 begraben ist", so die Aktivisten. 

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