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Ardagger
09/13/2021

Drohnen-Einsatz am Traditionskirtag in Niederösterreich

Die Corona-Situation sorgt im Vorfeld des Spektakels in Ardagger für Unsicherheiten. Veranstalter plant Take-away-Inseln und Luftüberwachung.

von Wolfgang Atzenhofer

Es ist ein Wettlauf mit der Zeit und gegen die Corona-Fallzahlen auf den Intensivstationen, der in Westniederösterreich mit großem Interesse verfolgt wird. Der Kollmitzberger Kirtag, nach den Messe-Absagen in Wieselburg, das für heuer größte geplante Spektakel in der Region, soll am 25. und 26. September über die Bühne gehen.

Doch Risiko, Ungewissheit und Mühen für die Verantwortlichen der Veranstaltergemeinde Ardagger (Bezirk Amstetten) werden täglich größer. „Es kann noch sehr eng werden. Was die neuen Corona-Bestimmungen für uns bedeuten, können wir erst abschätzen, wenn wir die für den 15. September angekündigte Verordnung kennen“, sagt Bürgermeister Johannes Pressl als Organisationschef. Er ist seit Monaten Verfechter für die Abhaltung des Traditionsmarktes mit über 400-jähriger Geschichte. Der im Juni von ihm verantwortete Stephanikirtag in Stephanshart diente auch bereits als Test für den Kollmitzberg.

Wie der neue Dreistufenplan der Regierung und letztendlich die Behörde die Mischung als Markt und Volksfest oder Großveranstaltung einstuft, ist noch völlig unklar. Bis zu 18.000 Gäste werden bestenfalls erwartet. Klar ist, dass die Vorschriften strenger und der Druck auf die Veranstalter größer sein wird als im Juni. Am Kollmitzberg werden die Besucher an den Eingängen zu den Standler-Zeilen über ihren Corona-Status kontrolliert werden müssen. „Jeder, der die 3- oder 2-G-Kontrolle hinter sich hat, bekommt ein Armband. Wer keines hat, darf sich damit nicht am Gelände befinden“, kündigt Pressl an.

Weil sich die 300 angemeldeten Standler auf den Straßen rund um den Kollmitzberg auffädeln , sei es unmöglich, das Gelände hermetisch abzuriegeln, um unkontrollierte mögliche virologische Gefährder fernzuhalten, steht für Pressl fest.

Drohneneinsatz

Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen soll aber ein höchstes Maß an Sicherheit garantiert werden. So will man erstmals Drohen einsetzen. Damit sollen Leute abgeschreckt werden, sich außerhalb der Kontrollpunkte ins Kirtagstreiben einzuschleichen. „Wir wollen aus der Luft frühzeitig erkennen, wo sich größere Menschenansammlungen bilden. Dann soll dort rasch geschaut werden, dass die Besucher wieder die Sicherheitsabstände einhalten.

Auch ein weiterer Einschnitt ist fix. Auf die zwei Festzelte, die sonst der Kollmitzberger Wirt und die Feuerwehr betreiben, wird verzichtet. „Es werden Take-away-Inseln zur Versorgung eingerichtet“, so der Bürgermeister. Auf der rund 4,6 Kilometer langen Kirtagsstrecke soll es aber auch Sitzgelegenheiten für müde Besucher geben.

Weil der Kirtag ein Freiluft-Event ist, spielt das Wetter eine Hauptrolle. „Ein Riesenproblem ist, welche Lebensmittelmengen, etwa bei den Grillhendl, man da vorbestellt. Ohne Zelte ist bei Schlechtwetter der Besuch sicher nicht gut“, fragt sich Pressl. Dass der Kirtag „tausendprozentig“ stattfindet, traut er sich nicht zu behaupten. „Andererseits wird uns das Virus erhalten bleiben. Wir müssen beginnen Erfahrungen für die nächsten Jahre zu sammeln“, so Pressl.

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