Felix Auböck jubelt über einen starken 1.500-m-Lauf

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Chronik Niederösterreich
12/23/2021

"Danke Felix!": Ehrung für Schwimmer Auböck

Gold-Schwimmer Felix Auböck wird in seiner Heimatstadt Bad Vöslau verewigt.

von Markus Foschum

Er lebt, studiert und trainiert zwar mittlerweile in England, doch "zu Hause" ist für Felix Auböck in Bad Vöslau (Bezirk Baden), wie er bei einer Visite diese Woche betonte. Coronabedingt gab es keine große Ehrung, aber ein kleines Empfangskomitee mit Bürgermeister Christoph Prinz und den Stadträten Doris Sunk und Markus Wertek an der Spitze ließ es sich nicht nehmen, den „goldenen“ Sohn der Stadt hochleben zu lassen.

"Wir sind unglaublich stolz auf dich", betonte Prinz und konnte Auböck nicht nur mit entsprechenden Jubel-Plakaten überraschen, die in der Stadt aufgehängt werden, sondern auch mit einer besonderen Ehrung. Sobald es die Temperaturen zulassen, werden in Beton gegossenen Handabdrücken von Auböck auf einer Tafel vor dem Thermalbad "verewigt". Ein passender Platz, denn im Thermalbad zog der Ausnahmeschwimmer als Kind seine ersten Bahnen.

"Aushängeschild"

Bei der Kurzbahn-WM in Abu Dhabi hatte sich Auböck am 16. Dezember zum Weltmeister über die 400 Meter Kraul gekrönt. Damit ist der 25-Jährige nach Markus Rogan erst der zweite Österreicher in der Geschichte des Schwimmsports, der sich einen WM-Titel holen konnte. Vor dem Empfang in Bad Vöslau stattete Auböck noch Sportlandesrat Jochen Danninger einen Besuch ab, der ihm zu seinem außerordentlichen Erfolg gratulierte: "Felix Auböck ist ein Ausnahmeathlet und eine einzigartige Persönlichkeit. Es ist wirklich beeindruckend wie konsequent und zielstrebig er seinen Weg geht. Er ist ein absolutes sportliches Aushängeschild und großartiger Repräsentant unseres Bundeslandes. Besonders freut mich, dass er mit seinen Erfolgen, aber vor allem auch mit seiner sympathischen Art ein riesiges Idol für unseren Schwimmnachwuchs ist. Danke Felix, ganz Niederösterreich ist stolz auf dich", betonte Sportlandesrat Jochen Danninger.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 war Auböck in drei Finale geschwommen. Die erhoffte Olympiamedaille verpasste er damals um gerade einmal 0,13 Sekunden. Nur ein knappes halbes Jahr später erlebte er – der 2020 in Budapest bereits zu EM-Silber geschwommen war – mit WM-Gold seinen absoluten Karrierehöhepunkt. "Der 4. Platz in Tokio hat viel Kraft gekostet. Trotzdem konnte ich mich schnell wieder motivieren und alles dem Ziel Weltmeisterschaft unterordnen. Dieser verrückte Jahresabschluss kam nun völlig unerwartet. Jetzt will ich es einfach nur genießen", meinte Auböck.

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