© APA/HERBERT P. OCZERET

Chronik Niederösterreich
09/07/2021

Behörden alarmiert wegen Cluster im Asylzentrum Traiskirchen

Die Bewohner werden nun mit "Johnson & Johnson" geimpft. Weitere Maßnahmen wurden ebenfalls getroffen.

von Johannes Weichhart

204 Corona-Neuinfektionen wurden am Dienstag in Niederösterreich gezählt. Auf einen Cluster blicken die Behörden derzeit mit besonderer Sorge: jenen im Asylbetreuungszentrum in Traiskirchen in Niederösterreich.

97 Personen sind in der Einrichtung infiziert, um 18 mehr als noch am Vortag. Aus einem Asylquartier in Schwechat wurden 29 Fälle gemeldet, um einer weniger als am Montag.

Test-Kapazitäten wurden erhöht

Man beobachte die Entwicklung sehr genau, heißt es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Unter anderem habe man bereits Hunderte Impfdosen für die Männer und Frauen in Traiskirchen zur Verfügung gestellt. Geimpft werde mit „Johnson & Johnson“, weil ein Stich ausreiche, und die Bewohner rascher geschützt seien, heißt es. Zudem wurden die Test-Kapazitäten nochmals erhöht. Trotz der angespannten Lage sei ein Aufnahmestopp aber derzeit kein Thema, wurde im Gespräch mit dem KURIER betont.

Zuständig für die Einrichtung in Traiskirchen ist die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU), eine Gesellschaft im Eigentum der Republik.

Fahndung

Laut BBU wurden in den Quartieren österreichweit 43.500 Testungen durchgeführt, das für Traiskirchen erstellte Präventionskonzept sei mit der Gesundheitsagentur (AGES) abgestimmt. Covid-positive Personen werden demnach in separaten Bereichen untergebracht.

Betont wird, dass die verfügbaren Kapazitäten in Traiskirchen bislang noch nicht ausgeschöpft seien. Für Entlastung sorge die Überstellung von Personen in andere Bundes- und Länderquartiere.

Doch die Maßnahmen funktionieren nicht immer: Zuletzt sorgten zwei Asylwerber in Traiskirchen für einen Polizeieinsatz, weil sie aus der Bundesbetreuungsstelle geflüchtet waren. Die beiden Personen waren zuvor positiv auf Covid-19 getestet worden, sie hatten mit ihrem Verschwinden gegen die Quarantänebestimmungen verstoßen. Ob die Fahndung erfolgreich verlief, ist nicht bekannt. Sie wurden laut Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

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