Das Fluchtfahrzeug des 68-Jährigen

© Polizei

Chronik Niederösterreich
10/21/2021

Bankräuber von Krumbach nutzte Corona-Impfung zur Flucht

68-Jähriger Serientäter nach seiner Festnahme in Bulgarien an Österreich ausgeliefert. Er gestand die Tat in allen Details.

von Patrick Wammerl

Er war einige Tage lang der wohl meist gesuchteste Verbrecher des Landes. Der 68-jährige deutsche Serientäter Walter K. soll Mitte September die Sparkasse in Krumbach (Bezirk Wiener Neustadt) überfallen haben. Am Dienstag wurde er von den bulgarischen Behörden an Österreich ausgeliefert. Gegenüber den Raubermittlern des nö. Landeskriminalamtes legte der 68-jährige Kriminelle ein umfangreiches Geständnis ab.

Walter K. war nach dem Coup auf die Sparkasse in Krumbach auf seiner Flucht an der Grenze zwischen Serbien und Bulgarien angehalten und auf Grund einer EU-Festnahmeanordnung verhaftet worden. Ein Großteil der Beute vom Raubüberfall wurde von den Beamten in seinem Fluchtfahrzeug, einem silbernen Mercedes C180 sichergestellt.

Nach einem Antrag auf Auslieferung wurde der Verdächtige am 19. Oktoberin Begleitung von zwei Beamten des Bundeskriminalamtes per Flugzeug von Bulgarien nach Österreich überstellt. Beamte der Raubgruppe um Chefinspektor Josef Deutsch vom Landeskriminalamt nahmen den 68-Jährigen am Flughafen Wien-Schwechat in Empfang. Anschließend wurde der Beschuldigte unter Beiziehung einer Rechtsanwältin zum Sachverhalt einvernommen.

Er zeigte sich zum Überfall in NÖ voll geständig und gab an, dass er in Deutschland nach Bankraubserien in den 1980er und -90er Jahren in Strafhaft und anschließend im Jahr 2018 auf unbestimmte Zeit in Sicherungsverwahrung für gefährliche Rückfallstäter kam.

Flucht bei Corona-Impfung

Er sei am 7. September 2021 auf dem Weg zur Corona-Impfung geflüchtet und habe auf der Flucht Tatutensilien, Maskierung und Helm, sowie eine Schreckschusspistole für den Banküberfall gekauft.

Den Raubüberfall auf die Sparkasse in der Buckligen Welt habe er seinen Angaben nach alleine geplant und durchgeführt. Im Anschluss sei er über Slowenien, Kroatien und Serbien nach Bulgarien geflüchtet. Die Tatutensilien sowie die Waffe habe er in Slowenien entsorgt und einen Teil der Raubbeute habe er verspielt und zu Vergnügungszwecken verwendet.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.