Der aufgeschnittene Bankomat in Hadres

© LPD NÖ

Chronik Niederösterreich
12/06/2021

Bankomatbande schlug in NÖ wieder zu: Drei Coups in einer Woche

Nachdem vergangenen Donnerstag in Kautzen ein Geldautomat gesprengt wurde, gab es am Wochenende zwei weitere Coups im Bezirk Hollabrunn.

von Patrick Wammerl, Johannes Weichhart

Eine Zeit lang ist es ruhig gewesen, seit einigen Tagen stehen aber Bankomat-Coups in Ostösterreich wieder hoch im Kurs. Eine oder gleich mehrere Banden haben seit vergangenen Donnerstag im nördlichen Niederösterreich drei Mal in Bankinstituten zugeschlagen. Nachdem am Donnerstag in Kautzen im Bezirk Waidhofen a.d. Thaya in den frühen Morgenstunden der Bankomat eines Geldinstituts gesprengt wurde, kam es am Wochenende in Hadres und in Unterretzbach im Bezirk Hollabrunn zu zwei weiteren Anschlägen.

Vermutlich drei Täter sind nach Polizeiangaben in Kautzen am Werk gewesen. Sie hatten den Bankomat vermutlich mit Hilfe eines eingeleiteten Gasgemisches gesprengt und sind anschließend mit den stählernen Geldkassetten aus dem Gerät entkommen. Wie hoch der Betrag ist, war vorerst nicht bekannt. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen.

Videomaterial

Am Samstag ging die Einbruchsserie weiter. Vermutlich bis zu fünf bislang unbekannte Täter betraten zwischen 03.13 Uhr und 03.16 Uhr das Foyer einer Bank in Hadres. Wie die Bilder aus der Überwachungskamera zeigen, kamen drei Gestalten über den Haupteingang in das Institut und sprühten schwarzen Lackspray auf die Linsen der Überwachungskameras. Anschließend brachen sie die äußere Abdecktür des Bankomaten auf. Mit einem mitgebrachten Schweißgerät gelang es den Kriminellen die Tresorverriegelung zu knacken und folglich an die Geldkassetten zu gelangen.

Sonntagfrüh um exakt dieselbe Zeit, nämlich um 3.13 Uhr versuchte es die Bande erneut im Bezirk Hollabrunn. Dieses Mal war ein Geldautomat in Unterretzbach das Ziel der Gangster.  Der Tatablauf war genau gleich wie am Vortag in Hadres. Aus bisher unbekannten Gründen kam es laut Polizei zu keiner Vollendung und die Täter flüchteten ohne Beute.

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