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Chronik Niederösterreich
02/24/2021

Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für Öffnungsschritte

Positive Entwicklung in den Spitälern lasse die nächsten Schritte zu. Mit Tests zum Wirt, auf den Fußballplatz und ins Theater.

von Patrick Wammerl, Martin Gebhart

In der immer lauter werdenden Debatte um weitere Öffnungsschritte und das Comeback der Gastronomie fand am Mittwoch auch Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) klare Worte. Mit der eingeschlagenen Teststrategie pocht die Landeschefin, ganz unabhängig von den derzeitigen Infektionszahlen, unter dem Motto "Mit dem Test zum Wirt" auf eine Öffnung der Lokale ab Mitte März, aber spätestens zu Ostern.

Priorität hat für Mikl-Leitner, den heimischen Handel offen zu halten. „Damit wir das Ostergeschäft nicht an die ausländischen Internetkonzerne verlieren. Es geht darum Arbeitsplätze und damit die Existenzen ganzer Familien zu sichern“.

Kein Tunnelblick auf Infektionszahlen

Ginge man allein nach den aktuellen Zahlen der Infektionen seien wir in Österreich „von weiteren Lockerungen weit entfernt. Aber der Tunnelblick allein auf die Infektionszahlen ist ein unvollständiger. Für ein Gesamtbild muss man auch die Situation in unseren Spitälern miteinbeziehen“, sagt die Landeshauptfrau.

Sie bezieht sich dabei auf aktuelle Daten aus den Spitälern. Die Zahl der schweren Krankheitsverläufe gehe seit Wochen laufend zurück. „Das ist kein Widerspruch, sondern liegt zu einem guten Teil daran, dass wir in Österreich eben sehr, sehr viel testen. In Niederösterreich testen wir zehn mal so viele Menschen wie Deutschland. Zum Glück ist das so. Denn damit haben wir natürlich auch mehr erkannte Fälle, senken damit die Dunkelziffer und ziehen damit mehr ansteckende Personen aus dem Verkehr.“

Gleichzeitig gehe die Zahl der schweren Fälle in den Krankenhäusern im langen Trend deutlich zurück. Dies zeige die aktuelle Statistik. Den Höchststand der belegten Betten durch Corona-Patienten auf einer Normalstation gab es am 19. November 2020 mit 614 Personen. Am Mittwoch lag diese Zahl bei vergleichbar geringen 252.

Ähnlich verhält es sich mit den Intensivpatienten. Dem Höchststand von 115 am 24. November 2020 standen am Mittwoch 68 gegenüber.

Eintrittstest ist der Schlüssel

„Wenn wir diesen Trend halten – und derzeit spricht nichts dagegen – dann müssen wir Öffnungsschritte für die Gastronomie, die Kultur oder auch im Sport angehen. Das Eintrittstesten ist der Schlüssel dazu. Das hat bei den Friseuren gut funktioniert und kann uns auch in den anderen Bereichen sehr helfen“, fordert Mikl-Leitner.

Laut der ÖVP-Chefin  schlage man damit außerdem zwei Fliegen mit einer Klappe: „Wir können weiter öffnen und schaffen damit auch einen weiteren Anreiz sich testen zu lassen. Damit senken wir die Dunkelziffer noch weiter und ziehen noch mehr ansteckende Personen aus dem Verkehr.“

Man müsse sich bewusst sein, dass uns die Pandemie noch längere Zeit beschäftigen werde und dass in den nächsten Monaten vor allem zwei Dinge wichtig seien. „Zum ersten müssen wir weiter dafür sorgen, dass es in unseren Spitälern zu keiner Überlastung kommt. Und zweitens müssen wir auch die Folgen der Pandemie bekämpfen. Wir müssen darauf schauen, dass Gesellschaft und Wirtschaft wieder in Gang kommen. Wenn wir uns alle an die Richtlinien halten, genügend Abstand und Hygiene-Vorschriften einhalten, und weiterhin viel testen, dann wird uns beides gelingen.“

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