Mit Jahresbeginn 2023 wird der Amstettner Hauptplatz umgebaut

© Amstetten/Gerhard Streisslberger

Chronik Niederösterreich

Amstetten: Wettstreit der Architekten für neue City-Gestaltung

Fahrplan für die Attraktivierung des Hauptplatzes und der Zentrumszone steht, Stadt wird Millionen investieren.

von Wolfgang Atzenhofer

03/11/2021, 06:00 PM

Der Gehirnarbeit folgen die Bagger. Bis vermutlich im Frühherbst 2022 in der Amstettener Innenstadt die Baumaschinen zur Neugestaltung auffahren, müssen noch etliche schwierige Etappen überwunden werden. Doch der Fahrplan steht und die Zeit drängt, sagen die Stadtverantwortlichen.

In den vergangenen Jahren und im Gemeinderatswahlkampf heftig debattiert, ist die Attraktivierung der City nun Gebot der Stunde, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP). Im Rahmen des Bürgerbeteiligungsprozesses und der in den vergangenen Jahren erarbeiteten Konzepte wird der 17. Juni zum Schlüsseltag für das Großprojekt. Das kündigten der Stadtchef und sein Vize Markus Brandstetter an. An diesem Tag wird der „Masterplan Innenstadt“ präsentiert.

Die Agenturen CIMA und YEWO Landscape erarbeiten dafür derzeit die Grundpläne für eine notwendige Frequenzerhöhung bei Kunden und Spaziergängern sowie die Gestaltung der Zentrumszone. Auch einen Vorentwurf für die neue Hauptplatzgestaltung wird es geben. Mit diesem Briefing wird ein Wettbewerb für Architekten und Stadtplaner über die Neugestaltung der City ausgeschrieben.

Projektplanung

Ende 2021 sollen die Pläne fertig sein und die Projektvergaben erfolgen. Da wird auch das Budget für das Vorhaben, das laut Haberhauer einen einstelligen Millionenbetrag umfassen wird, beschlossen sein. Auch bereits fixe Vorgaben sind bekannt. Autos werden weiter in die City dürfen, Radfahrer und Fußgänger werden aber noch aufgewertet. Und der Hauptplatz soll durch Wasserspiele attraktiviert werden. In einer Bürgerbefragung, an der sich 750 Amstettener beteiligten, kam unter anderem dieser Wunsch auf's Tapet.

Interessante Basiszahlen liefert Stadtmarketingchef Georg Trimmel. Mit 2,18 Quadratmetern Einkaufsfläche pro Einwohner ist Amstetten österreichweit Spitze. Die Leerstandsquote ist mit 7,3 Prozent der Flächen zwar gestiegen, aber dennoch nicht hochdramatisch. Allerdings sind auch Mieterlös für Geschäftsflächen in Amstetten am Boden. Das reizt die Liegenschaftsbesitzer wenig zu investieren. 81 Prozent der Geschäftsflächen sind wiederum Filialflächen. Man werde deshalb nach jungen innovativen Einzelhändlern Ausschau halten, kündigt Trimmel an. Potenzial sehen er und Bürgermeister Haberhauer auch für weitere gastronomische Angebote, da liege man im Vergleich zu anderen Stadtzentren noch nicht gut, heißt es. Die Einkaufsstadt hat dafür mit 125.000 Einwohnern im Einzugsbereich großes Potenzial.

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