© Lou Asril/Alexander Gotter

Chronik Niederösterreich
09/04/2020

„Als Musiker durchs Leben gehen“

Der Seitenstettner Lou Asril (20) macht mit Soul von sich hören. Er musizierte schon als Kind.

von Teresa Sturm

Am 13. März erschien das Mini-Album „louasril“. Wie sich wenig später herausstellte, war das kein besonders günstiger Zeitpunkt, neue Musik zu veröffentlichen. Denn mit den Corona-Beschränkungen fielen PR-Tour, Release-Konzert und viele weitere Termine ins Wasser. Davon ließ sich der Musik Lou Asril aber nicht abhalten. Der Mostviertler ist bereits im heimischen Radio zu hören und überrascht mit einer ganz besonderen künstlerischen Zusammenarbeit.

Neue Single

Asril, der in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) aufgewachsen ist, erfreut seine Fans schon wieder seit Ende Juni mit Auftritten. „Die vier Monate davor war ich eigentlich hauptsächlich daheim und habe neue Songs geschrieben, es war Ruhe. Das hat eigentlich einmal ganz gutgetan.“ Mit neuer Energie startet der Soulsänger nun in den Herbst und hat im August die neue Single „Berlin Pretty City“ veröffentlicht: „Es geht um den Vibe, den ich aufgenommen habe, als ich letztes Jahr das erste Mal in Berlin war. Es geht um das Gefühl, das ich hatte, als ich dort durch die Straßen gegangen bin.“

Welche Musik Asril genau macht, darüber sind sich Kritiker nicht einig. Einmal wird er mehr dem RnB und Soul, dann wieder eher der Popmusik zugeordnet. „Es ist eine sehr große Bandbreite, daher verstehe ich, dass das immer unterschiedlich eingeordnet wird“, sagt der Künstler. Asril wurde viel von Daft Punk, Alicia Keys, Beyoncé, Lil’ Kim und Missy Elliott beeinflusst. „Aber teilweise auch von Musicalliedern – es sind viele verschiedene Sachen.“

Berufswahl

Eine Überraschung ist es für sein Umfeld auf jeden Fall nicht, dass der 20-Jährige Musiker geworden ist. Laut Asril habe ihn seine Familie sehr beeinflusst in der Berufswahl: „Aber eher indirekt, weil meine Eltern beide hauptsächlich im klassischen Musikgenre tätig sind. Ich hab schon von klein auf gewusst, es geht und man kann als Musiker durchs Leben gehen. Deswegen habe ich mir das schon immer vorgenommen und meine Mama hat mich gesanglich sehr beeinflusst. Ich glaube, weil sie Gesang geübt hat, während ich noch im Bauch war.“

Doch auch die Schulbildung prägte ihn. Er besuchte den Musikzweig im BORG Linz, wo er kreative Unterstützung fand. „Wir hatten auch Ensembleunterricht und wurden in Bands eingeteilt“, schwärmt Asril im Interview mit dem KURIER.

Preis

Mit 17 Jahren wurde Asril mit dem „Joe Zawinul Award“ ausgezeichnet. Dafür durfte er für einen zweiwöchigen Workshop nach Los Angeles in den USA. „Ich hatte Schnupperstunden am Musicians Institute in Hollywood und Workshops mit Tony Zawinul (Sohn von Joe Zawinul, Anm.).“ Asril habe gelernt, wie der Filmemacher arbeitet und Lieder produziert. „Ich hatte auch Gesangsstunden und habe mit Musikern aus LA gejammt. Es war richtig geil.“

Nach mehreren veröffentlichten Singles fällt der Jungmusiker in der Branche auf. Auch Conchita Wurst lernte Asril 2019 kennen. Daraus ergab sich sogar eine Zusammenarbeit. „Es ist voll arg“, sagt Asril immer noch ungläubig. „Mir ist auf Instagram geschrieben worden, ob ich Bock darauf hätte, im Zusammenhang mit dem Amadeus was zu erarbeiten.“ Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist allerdings noch geheim, „aber bei der Amadeus Music Award Show am 10. September gibt es davon schon was zu sehen“, verrät er. Offizieller Veröffentlichungstermin des Projekts mit Conchita Wurst ist der 11. September.

Live-Auftritte

Am meisten freut sich Asril derzeit darauf, endlich wieder mehr auftreten zu können. Aber auch neue Songs entstehen: „Ich arbeite jetzt gerade an zwei Projekten gleichzeitig.“ Das eine sei eher elektronisch angehaucht und das andere eher durch RnB und Hip-Hop beeinflusst. „Ich arbeite auf jeden Fall an vielen verschiedenen Sachen und freue mich, wenn das rauskommt.“

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