Das aktuelle desolate Naturbad Amstetten muss im kommenden Jahr einem Neubau weichen

© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
04/30/2021

Polit-Kampagne: 1.100 unterschrieben SPÖ-Petition für Freibad

Schwarz-grüne Stadtregierung will Ergebnisse der Bäderarchitekten der Bevölkerung präsentieren und sich von "digitaler Diktatur" nicht beeindrucken lassen.

von Wolfgang Atzenhofer

Vor dem Start der Badesaison in Amstetten am 21. Mai steht in der Stadtpolitik aber mehr die Zukunft des Naturbads im Mittelpunkt der Diskussion als das aktuelle Auftauchen aus dem Corona-Lockdown.

Über ihre Social Media-Kanäle oder auch die privaten Whatsapp-Kontakte mobilisieren die Mitglieder der SPÖ Amstetten für die Unterstützung einer Petition zur Rettung eines vollwertigen Freibades in Amstetten. Die seit einer Woche laufende Online-Petition hat mittlerweile 1.100 Unterstützer gefunden. 700 Unterschriften davon wurden aus der Stadtgemeinde Amstetten  geleistet.

Flussbad statt Freibad

Wie berichtet, will die schwarz-grüne Stadtregierung das Hallenbad mit größerer Schwimmzone neu bauen und als Allwetterbad betreiben. Das Freibadareal soll mit Sportanlagen gratis zugängig sein und nur mehr einen Wasserspielpark haben. Schwimmen soll durch einen Zugang zur Ybbs in einer Art Flussbad möglich gemacht werden. Oder eben kostenpflichtig im Hallenbad, das ganzjährig betrieben werden soll.

Nicht zuletzt nennt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) die Finanzen als Grund für den geplanten dreistufigen Neubau der Badelandschaft samt Sauna.  Für das Hallenbau und  den 20.000 Quadratmeter großen Freizeitpark plant die Stadtregierung mit Kosten von 14 Millionen Euro. In der Phase zwei und drei sollen in den nächsten Jahren die Sauna und ein 50 Meter-Schwimmbecken neu dazukommen.

Das wollen SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler und sein Team nicht abwarten. Sie fordern weiterhin ein Schwimm- und Vergnügungsbecken mit Wasserrutsche und Sprungturm. Zur Erinnerung: Vor ihrer Abwahl hat die SPÖ-geführte Stadtregierung einen Generalplan für eine neue Badelandschaft um 25 Millionen Euro erstellen lassen. Das Budget dafür ließ die frühere Bürgermeisterin Ursula Puchebner allerdings bis zum Abgang vermissen.

"Digitale Diktatur"

Der selbe Planer wurde nun beauftragt, die schwarz-grüne Konzeption in Pläne umzuarbeiten. „Das wurde im Baubeirat in demokratischer Weise so beschlossen. Jetzt warten wir, was der Planer vorlegt“, sagt ÖVP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter. Von einer „digitalen Diktatur“ lasse man sich jetzt nicht beeindrucken, kommentierte Brandstetter die SPÖ-Kampagne. Die Ergebnisse des Planers  werde man öffentlich mit der  Bevölkerung diskutieren, bevor die Umsetzung in Auftrag gegeben wird. Das kostengünstigere Alternativkonzept von Schwarz-grün biete jedenfalls einmalige Vorteile, glaubt Brandstetter. Dabei verwies er etwa auf die Gratisnutzung des Beach-Volleyballplatzes oder den Anschluss des Ybbstalradwegs an das Badareal.

Bürgermeister Haberhauer (ÖVP) und der grüne Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder haben angekündigt, dass mit dem Badneubau im Jänner 2022 gestartet werden soll.  

 

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