© Karl Tisch

Chronik Niederösterreich
04/30/2021

Bergzentren Niederösterreichs stehen vor Ansturm zu Saisonbeginn

Im Eilzugstempo von Winter- auf Sommerbetrieb umgestellt. Coronabedingt rechnet man mit einem großen Andrang an Ausflüglern.

von Patrick Wammerl

Mit Schneefräsen, Traktoren, Baggern, Schaufeln und bloßen Händen wird seit Tagen für den Sommer-Saisonstart auf dem höchsten Berg Niederösterreichs geackert. Denn pünktlich am Samstag, dem 1. Mai, startet die Zahnradbahn nach der Winterpause wieder ihren Betrieb. Bis zu 180.000 Menschen pro Jahr bringen der moderne Salamander oder der Nostalgie-Dampfzug auf den 2.076 Meter hohen Gipfel.

Damit am Samstag um 9 Uhr der erste Zug den Bahnhof in Puchberg Richtung Hochschneeberg verlassen kann, war in den vergangenen Tagen viel Knochenarbeit nötig. Wegen der tiefen Temperaturen und des Schneefalls bis vor wenigen Tagen erinnern die letzten Hundert Meter vor der Bergstation eher an einen Gletscher als an ein Sommer-Ausflugsziel. Für die hartgesottenen Schneeräumer der Bahn ist das Beseitigen des meterhohen Schnees allerdings Routine. „Es war schon einmal schlimmer“, weiß auch der Bergretter und Mitglied des NÖ Lawinenwarndienstes, Karl Tisch. Niemand kennt den östlichsten 2.000er der Alpen besser als er. Zur Landesausstellung 2019 hat Tisch ein 270 Seiten starkes Buch über den Schneeberg herausgebracht.

Auch Raxseilbahn fährt bereits

Die Zahnradbahn fährt bereits seit 1897 auf den Hochschneeberg. Heute benötigt der Salamander nur 40 Minuten für die zehn Kilometer lange Strecke (Höhendifferenz 1.227 Meter) auf den höchstgelegenen Bahnhof Österreichs. Parallel ist auch die Schneeberg-Sesselbahn in Losenheim bereits im Sommerbetrieb. Am benachbarten Gipfel, der Rax, wurde die Wandersaison schon vor wenigen Tagen mit dem Start der Raxseilbahn eingeläutet.

Die erste Seilschwebebahn Österreichs bringt die Besucher in acht Minuten auf das 1.545 Meter hohe Rax-Plateau. Diverse Hütten wie das Ottohaus sind bereits geöffnet und bieten ein Take-away-Service für Getränke und Speisen an. Coronabedingt rechnet man heuer auf den Ausflugsbergen der Wiener Alpen mit einem ähnlichen Besucheransturm, wie im Vorjahr. Im Juli und August verzeichnete die Raxseilbahn trotz nötiger Kontingentierung 56.000 Beförderungen. „Der Bergtourismus ist neben unserem Kultur- und Radangebot ein wesentliches Entscheidungsmotiv unserer Gäste, um die Wiener Alpen zu besuchen. Die Raxalpe war und ist für Generationen von Menschen eines der beliebtesten Ausflugsziele im Süden Wiens“, sagt der Geschäftsführer der Tourismusregion, Markus Fürst.

Zum absoluten Publikumsmagneten, auch aus anderen Bundesländern, hat sich der Bikepark Wexl-Trails gemausert. Durch die geringe Höhenlage am Wechsel konnte ein Teil der Strecken bereits am 3. April eröffnet werden. Am Samstag folgen die Roller- und Mountaincartbahn sowie der Sessellift in Mönichkirchen am Wechsel.

 

Während in höher gelegen Gebieten an Sommersport noch nicht zu denken ist, wurden auch in Königsberg in den Ybbstaler Alpen bereits die Ski gegen die Mountainbikes getauscht. Der Schlepplift zieht die Radsportler im Bikepark auf den Berg.

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