Wiedereröffnung der Raxseilbahn nach der Corona-Krise

© Katrin Nusterer

Bergbahnen
05/26/2020

Für Ausflügler geht es ab Freitag steil bergauf

Nach dem Corona-Stopp nehmen ab Freitag die Bergbahnen wieder ihren Betrieb auf.

Die corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen haben das Freizeitverhalten der Österreicher maßgeblich beeinflusst. Seit den Lockerungen zieht es deutlich mehr Menschen in die Natur. Besonders stark verspürt man diesen Trend auf den beliebten Ausflugsbergen, in den Naturparks oder auf frei zugänglichen Seen. Berghütten, Seilbahnen, Hoteliers und Touristiker setzen daher große Hoffnung in die Wiedereröffnung der Bergbahnen und Ausflugsattraktionen wie Sommerrodelbahnen oder Ziplines ab kommenden Freitag. Wochenlang hat man dem Restart entgegengefiebert und sich in Sachen Sicherheitskonzept und Hygienemaßnahmen einiges überlegt.

Für Ausflügler und Gäste gelten neue Sicherheitsvorschriften. „Vor allem was den Transport mit den Bergbahnen betrifft, gelten dieselben Regeln wie bei der Benutzung der Massenbeförderungsmittel“, erklärt der Geschäftsführer der NÖ-Bergbahnen, Markus Redl. Mit kommendem Wochenende starten in Niederösterreich vom Hochkar und Ötscher bis zur Erlebnisarena St. Corona, der Erlebnisalm Mönichkirchen am Wechsel und den Annaberger Liften fast alle großen Bergbahnbetriebe.

Um beispielsweise mit der Seilschwebebahn auf das Raxplateau zu kommen, ist während der Fahrt ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich, außerdem gilt die Ein-Meter-Abstandsregel. Bei den Tal- und Bergstationen wurden mehrere Desinfektionsspender aufgestellt. Die Task Force des Landes hat für alle derartigen Einrichtungen einheitliche Hygiene-Beschilderungen ausgearbeitet. Der Geschäftsführer des Raxalpen-Resorts, Bernd Scharfegger, hat den Fahrer der Seilbahn sogar mit einer Glaswand von den Fahrgästen getrennt.

 

Besonders das vor fünf Jahren integrierte Online-Buchungstool trifft den Puls der Zeit. Die Tickets werden online gebucht und zu Hause ausgedruckt. „Dadurch können Gäste kontaktlos in die Kabine einsteigen. Der Wartebereich in der Tal- und Bergstation verlagert sich ins Freie, um den Gästen noch mehr Raum zu bieten“, so Scharfegger. Was die Fahrten mit Sesselliften anbelangt, so wird darauf geachtet, dass haushaltsfremde Personen nicht nebeneinander sitzen und dazwischen Plätze frei bleiben, sagt Redl.

Sommerfrische

Niederösterreichs Tourismus-Landesrat Jochen Danninger weiß, dass Hunderte Betriebe die Wiedereröffnung wie einen Bissen Brot benötigen und den Tag nur noch herbeisehnen. „Das ist nicht nur für die Bergbahnen, sondern für all diese Regionen von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Niederösterreichs Bergbahnen ermöglichen unseren Gästen, Sommerfrische wie im Bilderbuch zu erleben, selbstverständlich mit dem nötigen Abstand“, so Danninger.

Er rechnet damit, dass viele Österreicher ihren Urlaub in der Heimat verbringen und besonders der Wander- und Ausflugstourismus im Sommer davon profitieren wird.

Schon 2.500 Besucher im Bikepark

Der Ort teilt sich zwar den Namen mit dem tödlichen Virus. Sonst ist in St. Corona am Wechsel derzeit aber wenig von der Pandemie zu spüren. Im Gegenteil: Es herrscht Aufbruchsstimmung im Ort. Als einer der ersten Freizeitbetriebe seit dem Shutdown hat der Mountainbike-Park Wexl Trails am 15. Mai seine Tore am Wechsel geöffnet und wurde von Besuchern beinahe überrollt.
Die Resonanz ist seither enorm. „Wir hatten an den ersten beiden Wochenenden insgesamt 2.500 Eintritte im Bikepark. Das liegt über allen Erwartungen“, sagt Geschäftsführer Karl Morgenbesser.
Nicht einmal die strengen Corona-Hygienemaßnahmen haben die Biker abgeschreckt, auf den Wechsel zu kommen.

Bereits am Parkplatz gilt die Abstandsregel von einem Meter. Der Zugang zur Kasse erfolgt über ein Einbahnsystem, das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist Pflicht. „Bisher läuft alles sehr diszipliniert ab. Wir waren überrascht, wie reibungslos alles funktioniert“, so Morgenbesser.

Auch in den Shuttle-Bussen werden die Vorschriften streng eingehalten. Befördert werden nur Biker mit Mundschutz, pro Sitzreihe dürfen maximal zwei Personen Platz nehmen. Auch hier boomt der Online-Vorverkauf, dadurch werden unnötige Personenkontakte vermieden. Im Motorikpark, der eher für die jüngere Gästeschicht ist, steigen die Besucherzahlen kontinuierlich an. Wenn am kommenden Wochenende  auch die Sommerrodelbahn Corona-Coaster öffnet, rechnet Morgenbesser mit Besucherzahlen wie im Vorjahr.

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