© Kunstverein Eisenstadt

Chronik Burgenland
04/21/2021

Wohin nach dem Lockdown? Kultur startet in Frühlingssaison

Erste Öffnungen in der Kulturszene: Projekte und Ausstellungen laden zum Besuch.

von Michael Pekovics

Mit dem neuerlichen harten Lockdown in der Ostregion wurde es schlagartig wieder still in den burgenländischen Museen und Kulturinstitutionen. Aber so wie der Frühling in dieser Woche weitere Vorboten ins Land geschickt hat, steht mit der in dieser Woche erfolgten Öffnung auch die Kunst vor einem neuerlichen Comeback.

Das Haydnhaus in Eisenstadt, das Liszthaus in Raiding, das Bernsteiner Felsenmuseum und das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf im Bezirk Güssing haben bereits wieder geöffnet. Letzteres zeigt derzeit Werke des südburgenländischen Künstlers Alfred Postmann (bis 6. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet). Per 1. Mai wechseln dann auch Schloss Esterhazy, Burg Forchtenstein und Schloss Lackenbach in den normalen Modus mit Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag.

Neues Angebot im Schlosspark

Den ersten Probelauf gibt es in Eisenstadt schon am kommenden Sonntag. Da laden nämlich Esterhazy und der Kunstverein von 14 bis 18 Uhr zum „Frühlingserwachen“ mit verschiedenen Ausstellungen im Schloss und im Kunstverein. Für die Saison 2021 wurde im Schlosspark mit der Rätseltour „Spaziergang mit Hindernissen“ ein Angebot für die ganze Familie geschaffen, der Startschuss dafür fällt am 1. Mai.

Ebenfalls fündig werden Kultursuchende im Landesmuseum und in der Landesgalerie Eisenstadt. Ersteres zeigt die Sonderausstellung „Unsere Amerikaner“ sowie „Heilende Schätze aus der Tiefe“. In der Landesgalerie ist mit „Zeichen der Zeit“ die erste Ausstellung anlässlich „100 Jahre Burgenland“ zu besichtigen. Behandelt wird die Entwicklung der Künstlergruppe Burgenland von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.

"Das jüngste Land" im Livestream

Ganz zeitgenössisch und doch historisch geht es in der kommenden Woche im Offenen Haus Oberwart zu beziehungsweise im Online-Livestream. Am 30. April (20 Uhr) werfen Peter Wagner, Siegmund Kleinl und Thomas Monetti einen „poetisch-kritischen Blick“ auf die ersten 100 Jahre des Burgenlandes und das mit einer Hundertschaft an Mitwirkenden.

Weil das in Zeiten einer Pandemie auf der Bühne nicht möglich ist, wird die Inszenierung im Internet aufgeführt. „Als eine ganz eigene, neue Form des Dramas“, bezeichnet das Autor Kleinl.

101 Szenen hat er geschrieben, eingelesen wurden sie von rund 70 Menschen aus dem ganzen Burgenland. Dadurch habe sich bereits am Schnittcomputer „ein Blick darauf ergeben, was unter dem modisch gewordenen Begriff der Diversität tatsächlich zu verstehen ist, sobald er aktiv gelebt wird“, sagt Wagner, der für die Gesamtkonzeption verantwortlich zeichnet. Musikalisch gibt es vier Beiträge in den vier Landessprachen, darunter auch zwei alternative Landeshymnen.

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