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04/21/2021

Daten-Autobahn ohne weiße Flecken als Ziel

Bis 2030 soll jeder Haushalt im Land schnelles Internet bekommen, in diesen Gemeinden wird in den nächsten zwei Jahren gebaut.

von Roland Pittner

Der Fleckerlteppich, wo Breitbandinternet vorhanden ist und wo nicht, soll sich bis 2030 schließen, denn bis dahin soll überall schnelles Internet vorhanden sein. Im Vorjahr hielt im Pinkatal das Glasfasernetz Einzug. „Wir haben im Vorjahr in Strem und Sumetendorf das Glasfaserkabel bekommen und heuer wird noch in Deutsch Ehrensdorf und Steinfurt ausgebaut“, sagt Strem-Ortschef Bernhard Deutsch. Das Funkinternet habe zwar schon länger hier funktioniert, „aber viele Firmen und auch immer mehr Leute, die im Homeoffice arbeiten, sind froh über die hohen Bandbreiten“, sagt Deutsch.

Die A1 Telekom Austria AG hat seit 2018 19 Gemeinden im Burgenland ans Glasfasernetz angeschlossen. „Dafür wurden rund 700 Kilometer Glasfaserkabel verlegt“, sagt Markus Halb, der für den Breitbandausbau bei A1 zuständig ist. Etwa 34 Millionen Euro wurden bisher investiert.

In Kalch im Süden des Landes wurde vor wenigen Wochen die Firma ANA-U, die Kartenmanagementsysteme und Regal-Led-Systeme baut, an das Breitband-Internet angeschlossen. „Eine schnelle Internet-Anbindung ist extrem wichtig für den Wirtschaftsstandort. Das Burgenland kann hier auch gegenüber den Ballungsräumen Wien und Graz punkten“, sagt Geschäftsführer Ewald Ulrich.

Der Breitbandausbau wird über die Provider und Bundesförderungen finanziert, heißt es vom zuständigen Landesrat Leonhard Schneemann, SPÖ. Damit nun die letzten „weißen Flecken“ mit High-Speed-Internet versorgt werden, hat das Land im Vorjahr eine Breitbandgesellschaft als Tochterfirma der Energie Burgenland gegründet. Derzeit laufe noch die Evaluierungsphase, heißt es aus dem Büro des Landesrats, danach soll es einen Maßnahmenplan geben, welche Internet-Technologien zum Einsatz kommen. Derzeit gebe es konstruktive Gespräche zwischen Landesgesellschaft und A1 bezüglich des Ausbaus.

Projekte 2021

Heuer kommt von A1 jedenfalls noch das Glasfasernetz nach Forchtenstein, Nikitsch, Oberloisdorf, Draßmarkt, Weingraben, Strem, Eisenberg und Deutsch Schützen. „Auch für 2022 gibt es große Ausbauprojekte wie in Jois, Gols, Güttenbach, Neuberg, Bildein, Unterkohlstätten und Bernstein“, sagt Halb. Die Umsetzung hänge allerdings mit dem Verlauf der Pandemie zusammen. Der nächste Schritt zum schnellen Internet ist die Ausschreibung für das Förderprogramm Breitbandstrategie 2030, die noch heuer starten soll. Durch das Förderprogramm des Bundes „können auch dünn besiedelte Gebiete mit hochwertigem Breitband-Internet versorgt werden“, sagt Halb.

Breitbandstrategie setzt auf Lückenschluss bei weißen Flecken

89 Prozent der privaten Haushalte im Burgenland verfügten bereits 2018 über Breitbandinternet, bundesweit waren es ein Prozent weniger. Dazu zählen sowohl Funk als auch Glasfaserverbindungen. Bis 2030 will man alle Haushalte mit dem schnellen Internet verbinden.

Laut der Breitbandstrategie des Landes besteht im Süden und dem Bezirk Oberpullendorf teilweise eine Unterversorgung bei der Anbindung  ans Breitbandnetz. Vor allem zukunftsfähige Gigabit-Anschlüsse sind nur in sehr geringem Ausmaß vorhanden. Kostenschätzungen für ein flächiges Überbauen bestehender Netze mit Glasfasertechnik ergeben einen Investitionsbedarf für das Burgenland von 700 bis 800 Millionen Euro, wie die Strategie-Autoren berichten. Für die Erschließung der am schlechtesten versorgten Gemeinden wird ein Finanzbedarf von 27 Millionen Euro geschätzt.

Mehr beansprucht„Die Beanspruchung der Netze ist seit Beginn der Pandemie  gewachsen“, sagt Markus Halb, Breitbandausbau Beauftragter für das Burgenland von A1.  Homeoffice, Videokonferenzen und Fernseh-Streamingdienste, belasten das Netz   stärker. „Wir sehen derzeit   keine Kapazitätsprobleme“, erklärt Halb. Grundsätzlich arbeite man auch am Ausbau des 5G Netzes im Burgenland, um den mobilen Ansprüche der Zukunft  gerecht zu werden. Auch das Land will einen flächendeckenden Ausbau des 5G Netzes. 
 

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