© FPÖ

Chronik Burgenland
04/21/2021

Neues Führungsduo: FPÖ bringt Senioren auf Linie

Querelen seien bloß „Sturm im Wasserglas“, sagt der designierte Senioren-Obmann Emmerich Brunner (Mi.)

von Thomas Orovits

Die Verweildauer freiheitlicher Funktionäre hat zuletzt nicht nur an der Spitze eher an Berufspraktika erinnert (der aktuelle Parteichef Alexander Petschnig ist der dritte innerhalb eines Jahres), sondern auch in den Vorfeldorganisationen. Der Forchtensteiner Paul Strobl war eine gefühlte Ewigkeit lang Obmann des Burgenländischen Seniorenrings (BSR), ehe er im Zuge der innerparteilichen Zerreißprobe Ende Jänner den Hut draufhaute. „Ich sehe keine Perspektive mehr. Die Abgeordneten wollen von der ehrenamtlichen Parteibasis nichts wissen“, schrieb er in einem offenen Brief zum Abschied.

Sein interimistischer Nachfolger Reinhold Pötschger war schon nach wenigen Wochen wieder weg – auch er übte im Abgang heftige Kritik an Petschnig, der aus dem BSR ausgetreten war.

Anfang der Woche verkündete der blaue Landesgeschäftsführer Rudolf Smolej: „FPÖ stellt BSR neu auf“. Emmerich Brunner aus Bernstein ist designierter Obmann der Senioren, Christina Scheibenpflug aus St. Margarethen seine Stellvertreterin. Ihre Wahl soll erst stattfinden, wenn größere Menschenansammlungen wieder möglich sind.

Den 70-jährigen früheren Vermögensberater Brunner würde man ob seiner langen Mähne nicht unbedingt an der Spitze einer Pensionisten-Organisation erwarten, aber: „Ich bin, wie ich bin“. Seine Sicht auf die zerrissene FPÖ? „Die Talsohle ist durchschritten, es geht bergauf“, meint Brunner. Die Querelen in der Landespartei mit einer regelrechten Ausschlussorgie sieht er als „Sturm im Wasserglas“. Hinweise, dass seine designierte Stellvertreterin Scheibenpflug weit rechts stehe (in einem Facebook-Posting soll sie für den Abriss von Moscheen plädiert haben; Scheibenpflug war für den KURIER nicht erreichbar), will Brunner nicht weiter kommentieren. Er kenne „den Tweet nicht“ und habe Scheibenpflug bisher vielleicht zweimal gesehen. Wenn irgendwer, irgendwann einen Fehler gemacht haben sollte, könne man nicht dauernd darauf herumreiten.

Die FPÖ hat dem BSR „jede Unterstützung“ zugesagt. Wenn der BSR „zu Ruhe und Konstruktivität zurückfindet, werden Hans Tschürtz, Ilse Benkö und ich wieder beitreten“, so FPÖ-Chef Petschnig.

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