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03/19/2021

Verjüngungskur für Burg liegt im Plan

Bauarbeiten gehen voran, Eröffnungstermin der Jubiläumsausstellung am 14. August soll halten

von Roland Pittner

Es wird gepflastert, Schutt weggefahren, gebaggert und gestrichen. Rund 25 Firmen sind bei der Großbaustelle Burg Schlaining eifrig bei der Arbeit, koordiniert werden sie von der Landesimmobiliengesellschaft Burgenland. 5.800 Quadratmeter Räumlichkeiten werden saniert und rund 15.000 Quadratmeter Wände und Decken. Vieles wurde schon restauriert und erneuert.

„Wir sind voll im Plan“, sagt Norbert Darabos. Er ist Standortleiter für die vor 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnte Burg. Besonders stolz ist er auf den Engelsaal, der schon fertig renoviert ist und das „Herzstück“ der Festung ist. Seit 2018 ist der Ex-Minister Burgherr und bereitet die Jubiläumsausstellung des Landes vor. „Wir sind zuversichtlich, am 14. August offiziell zu eröffnen und ab 15. August die ersten Gäste zu begrüßen“, sagt Darabos.

Bauarbeiten

Fast fünf Monate bleiben also noch, bis die Bauarbeiter das Feld in der mittelalterlichen Festung für die Besucher räumen müssen. Die Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert hatten einige Überraschungen für die Bauherren parat. „Wir haben historische Wandmalereien entdeckt, auch eine alte Stützmauer mussten wir komplett absichern“, schildert Darabos. Gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt habe man einen guten Weg gefunden, zwischen historischem Original und moderner Infrastruktur für ein zeitgemäßes Museum. Eine große Herausforderung ist die Barrierefreiheit in den Ausstellungs- und Büroräumlichkeiten. „Aber die Ausstellung zum Jubiläum wird für alle Menschen zugänglich sein“, sagt Darabos. Es wurden laut Architekt Walter Jartschitsch 83 Kilometer Elektrokabel und 38 Kilometer Netzwerkkabel verlegt. Rund 14 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Burg und etwa sechs Millionen in die Renovierung des Burg Hotels. „Bei den Kosten sind wir im Budgetplan“, betont Darabos.

Auch mit der Landesausstellung selbst „Wir sind 100. Burgenland schreibt Geschichte“ geht es nach Plan voran. „Unser Team besteht aus internationalen Experten, aber natürlich auch aus gstandenen Burgenländern. Damit ist burgenländische Identität gepaart mit fachlicher, historischer und kreativer Expertise garantiert“, sagt Darabos. Mittels 130 Vitrinen und mehr als 30 interaktiven Medienstationen wird die Geschichte des Burgenlandes von 1921 bis heute aufgearbeitet. Dafür stehen rund 1.300 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Das „Haus der Geschichte“ der Republik Österreich in der Wiener Hofburg umfasse nur 800 Quadratmeter, wie Darabos erklärt: „Kreisky hat einmal einem Redakteur erklärt: Lernen S’ Geschichte, Herr Reporter. Wir wollen den Burgenländern mit der Ausstellung auch ein bisschen Geschichte lernen.“

Durch die umfangreichen Investitionen in die Burg soll der Fortbestand des Gebäudes als „Haus der Zeitgeschichte“ gesichert werden. Durch die Renovierung ist ein ganzjähriger Betrieb möglich. Darabos ist sich sicher, die Burg werde österreichweit „für Furore sorgen“.

Die  Burg Güssing ist bereit, ins Jubiläumsjahr zu starten 

Die Burg Güssing  hat für Besucher geöffnet. „Der Ausblick hoch über die Stadt und die pannonische Tiefebene ist beeindruckend. Rechtzeitig vor Ostern haben wir den Burghof und das Burgmuseum eröffnet“, sagt Burgmanager Gilbert Lang. 

  Zu sehen gibt es die „Fürstliche Sammelleidenschaften“ sowie die Sonderausstellung zum Jubiläumsjahr 100 Jahre Burgenland:  „Von Deutschwestungarn ins Burgenland – Geschichte einer Region von 1848 – 1921“. Die Ausstellung „Fürstliche Sammelleidenschaften“ ist bereits seit 15. März geöffnet, die Sonderausstellung ist ab 29. April 2021,  unter allen Covid-Sicherheitsauflagen, zu besichtigen, so Lang. 

  AbsagenDer Güssinger Kultursommer unter der Leitung von Frank Hoffmann musste Corona-bedingt die Vorstellungen von „Arsen und Spitzenhäubchen“ heuer leider absagen und Marianne Resetarits von Musical Güssing hat auch das geplante „Kabarett am Hauptplatz“  bereits gestrichen.  Musical Güssing will aber ab 6. August 2021 „Flashdance “ auf die Burg   bringen und auch das Familienmusical „Schneewittchen“ soll  Ende September dort  gespielt werden. Wie andere Location-Manager treffe ihn die Corona-bedingte Situation  mit den vielen Absagen und Verschiebungen sehr. „Freuen wir uns aber auf das nächste Jahr 2022“, erklärt Lang. 

Für die geplanten Veranstaltungen wird bereits an einem Covid-Sicherheitskonzept  gearbeitet.  „Mit den Sicherheitsauflagen steht einem Osterausflug auf die Burg Güssing nichts mehr im Wege“, sagt Lang.  Von  Dienstag bis Sonntag ist  von 10  bis 17 Uhr geöffnet. 

 www.burgguessing.at

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