© KRAGES/Neumann

12/22/2020

Trotz erweiterter Kapazitäten: Gratis-Tests sind ausgebucht

Lange Wartezeiten bei Hotline, Spitäler rechnen nach Feiertagen mit Anstieg der Corona-Patienten

von Roland Pittner

"Leider sind im Moment alle unsere Leitungen besetzt“, sagt die Stimme bei der Corona-Test-Hotline des Burgenlands. Viele KURIER-Leser beschwerten sich am Dienstag: „Es gibt kein Durchkommen, wir haben es 50 Mal probiert.“

An sieben Teststationen im Burgenland wird am 23. Dezember noch getestet. Wie das Land Dienstagabend bestätigte, sind die Kapazitäten ausgelastet. „Rund 2.900 Personen sind angemeldet“, hieß es. Am Dienstag waren 2.600 bei den sieben Teststationen, am Montag 800.

Am Mittwoch wurde die Mitarbeiterzahl der Hotline auf 18 aufgestockt. Trotzdem kam es zu langen Wartezeiten. „Spontan hingehen bringt nichts, nur wer angemeldet ist, wird getestet“, heißt es vom Land.

Kritik kommt von der ÖVP. „Die Vorbereitungen für die Corona-Tests des Landes sind chaotisch organisiert, offensichtlich hat man den Ansturm völlig unterschätzt“, erklärt ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas. Laut Auskunft des Landes seien die Tests nur ein zusätzliches Angebot zu den Tests bei Ärzten und Apotheken. Massentests seien erst wieder im Jänner geplant.

Große Nachfrage nach Gratis-Corona-Tests

Spitäler vorbereitet

In den burgenländischen Spitälern hat sich die Situation in der Corona-Krise zuletzt leicht entspannt. Dienstagfrüh wurden in den fünf Krankenhäusern 63 Covid-19-Patienten stationär behandelt, neun davon intensivmedizinisch. Damit liegen die Zahlen derzeit ungefähr bei der Hälfte des Höchststandes von 120 Patienten, betont Hubert Eisl, Geschäftsführer der Krages (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.).

Im Burgenland liege die „praktische Grenze“ bei 20 bis 25 Intensivbetten für Covid-19-Patienten. „Die theoretische Maximalgrenze liegt bei 30. Da ist das System dann aber sehr, sehr ausgereizt“, erklärt Eisl.

Nach den Feiertagen rechne die Krages jedenfalls mit einem Anstieg der Infektionszahlen. Für das Personal sei es aber eine herausfordernde Zeit. „Wir schaffen das alles nur, weil die Mitarbeiter sehr flexibel sind“, sagt Bianca Puntigam, Pflegedirektorin des Krankenhauses Güssing. Derzeit gebe es Screenings von Patienten und Mitarbeitern, sagt Andreas Schmidt, Pflegedirektor in Oberwart. Wichtig sei, dass die Bevölkerung jetzt diszipliniert bleibe. Es sei merkbar, „dass sich ein gewisser Jetlag verbreitet, was die Maskenpflicht und die Kontakte betrifft“, sagt Schmidt.

Impfung

Denn die Impfungen werden im Burgenland erst im Jänner beginnen. Eine erste Tranche mit rund 5.800 Dosen sei für Pflegeheime und Sozialeinrichtungen vorgesehen. Erst danach sollen auch Personen außerhalb der Risikogruppe geimpft werden. Konkreten Termin gibt es noch keinen.

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