© Roland Pittner

03/13/2021

Südhub soll „Garage“ für Start-ups Szene werden

Die Wirtschaftsagentur Burgenland will Gründern mit Know-how und Kapital helfen

von Roland Pittner

Viele große Technologiekonzerne wie Apple, Hewlett-Packard oder Amazon haben in Garagen ihren Ursprung. Meist zwar im Silicon Valley doch geht es nach der Wirtschaftsagentur Burgenland sollen die nächsten großen Innovationen in Güssing entstehen. Als Werkstatt soll der Südhub im Technologiezentrum Güssing dienen. Leiter des Start-up- und Gründerzentrums ist Martin Trink, der seit einigen Jahren in der Szene vernetzt ist.

Ausschreibung

Derzeit läuft die Ausschreibungsphase für Gründer, die sich noch bis Mitte April bewerben können. Die Unternehmen müssen eine Innovation entweder im Bereich der Technologie oder im Geschäftsmodell aufweisen. „Es muss auch eine Vision geben, wie man das Unternehmen nachhaltig im Burgenland aufbauen kann, das ist für uns wichtig“, sagt Trink. Denn Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen. Trotz des Namens Südhub, sei man nicht auf Gründer aus dem Süden limitiert.

Fünf Unternehmungen will das Team in einer ersten achtmonatigen Phase betreuen, die werden von der Wirtschaftsagentur Burgenland und externen Experten ausgewählt. „Der Südhub ist wie ein Multifunktionswerkzeug aufgebaut, das Gründern genau dort unter die Arme greift, wo sie Hilfe benötigen“, sagt Michael Gerbavsits, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland.

Die Unternehmer durchlaufen nicht nur Workshops und Coachings, sie bekommen auch einen Zuschuss von 10.000 Euro, sowie unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 200.000 Euro Startkapital. Aber auch das Netzwerk der Wirtschaftsagentur und der Mitarbeiter des Südhubs steht den Teilnehmern zur Verfügung. „Es melden sich auch immer wieder mögliche Investoren bei uns, die Beteiligungen suchen“, sagt Gerbavsits, der schon seit einigen Jahren die Szene kennt.

„Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt, war im Silicon Valley, in Tel Aviv – einen weiteren Hotspot für die Start-up Szene – und in Berlin. Wir sind zwar im Burgenland und müssen bodenständig bleiben, aber es ist schon eine Chance“, sagt Gerbavsits.

Wachstum

Für Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann ist es ein Schritt, um neue Arbeitsplätze ins Burgenland zu holen: „Wir brauchen Jungunternehmer, die sich trauen Impulse zu setzen und ein Risiko auf sich nehmen.“ In den vergangenen Jahren hätten nur rund 30 Start-ups im Burgenland gestartet, diese Zahl will das Land mit dem Südhub ausgehend von Güssing in den nächsten Jahren steigern.

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