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Chronik Burgenland
09/01/2021

SPÖ-Personalsuche in Eisenstadt und Oberwart

Kandidaten sind Schulleiterin und Unternehmer. Im Vorfeld der Stadtparteitage brodelt die Gerüchteküche.

von Thomas Orovits

Die SPÖ stellt sich dieser Tage in der Landeshauptstadt und der größten Stadt südlich des Sieggrabener Sattels für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Herbst 2022 personell neu auf.

Die Landeshauptmann-Partei ist in Eisenstadt und Oberwart größte Oppositionskraft – aber jeweils mit großem Abstand auf die türkisen Bürgermeister Thomas Steiner im Landesnorden und Georg Rosner im Süden.

SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat da wie dort ein besonderes Interesse: In Eisenstadt ist sein Arbeitsplatz, in Oberwart sein Wohnsitz.

In Oberwart findet schon am morgigen Freitag der Stadtparteitag der Roten statt, und er soll – so hört man – ganz neue Köpfe bringen.

Bürgermeisterkandidat soll der Unternehmer und Vizepräsident des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, Michael Leitgeb, werden.

Die Partei, die bei der letzten Kommunalwahl 2017 nur noch auf 32,2 Prozent der Stimmen gekommen ist, bekommt demnach eine Doppelspitze. Landtagsabgeordneter Christian Dax und Marc Seper, kaufmännischer Direktor im Krankenhaus Güssing, müssen die frühere Bürgermeister-Partei wieder auf Vordermann bringen. Auch Doskozil hat sich zum Stadtparteitag angesagt.

Wer tritt gegen Thomas Steiner an?

In zwei Wochen dürfte beim Stadtparteitag in Eisenstadt verkündet werden, wen die SPÖ im kommenden Jahr gegen die seit Menschengedenken regierende ÖVP ins Rennen schickt.

Intern sei die Entscheidung schon gefallen, heißt es. Offiziell geht es um die Wahl der Quereinsteigerin Charlotte Toth-Kanyak zur Parteiobfrau. Das Präsidium hat diese Personalie schon im März abgesegnet; coronabedingt folgt erst jetzt die Wahl durch die Delegierten.

Aus der SPÖ ist zu hören, dass die Direktorin der Eisenstädter Volksschule auch Bürgermeisterkandidatin werden soll und nicht der amtierende 2. Vize Otto Kropf. Der nicht auf den Mund gefallenen Pädagogin traut man am ehesten zu, dass der Abstand zur ÖVP nicht noch größer wird.

Ersatz für Géza Molnár

Andere Sorgen hat die FPÖ Eisenstadt. Nach dem Ausschluss des langjährigen Parteichefs Géza Molnár (dessen Berufung beim Bundesparteigericht läuft noch) und von dessen Nachfolger Thomas Schnöller wurde beim Stadtparteitag am Dienstag Ersatzgemeinderat Matthias Hahnekamp zum neuen Chef der Freiheitlichen in der Freistadt gewählt.

Der 71-Jährige hat die Funktion mehr aus Pflicht denn Neigung übernommen. Sollte das Parteigericht Molnárs Ausschluss widerrufen, würde für Hahnekamp auch keine Welt zusammenstürzen.

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