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Die Schlösserstraße wächst über die Grenze hinaus

Neue Partner in Ungarn und ein Interreg-Projekt sollen die Zusammenarbeit zwischen Burgen, Schlössern und Städten stärken.
Eine große Burg thront auf einem bewaldeten Hügel über einer Stadt mit vielen Häusern bei sonnigem Wetter.

Die Schlösserstraße hat einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung gesetzt und erweitert sich erstmals nach Ungarn. Bei einer Pressekonferenz auf der Burg Güssing wurden die Burg Jurisics in Kőszeg sowie das Schloss Batthyány-Strattmann in Körmend offiziell als neue Mitglieder aufgenommen. Gleichzeitig fiel der Startschuss für das grenzüberschreitende Interreg-Projekt „Castle Road ATHU“.

Mit der Aufnahme der beiden ungarischen Standorte wächst die Schlösserstraße erstmals über Österreich und Slowenien hinaus. Die Mitgliedsvereinbarungen wurden von Kőszegs Bürgermeister Béla Básthy, Körmends Bürgermeister Dr. Szabó Barna und Schlösserstraßen-Präsident Andreas Bardeau unterzeichnet.

Bardeau bezeichnete die Erweiterung als bedeutenden Meilenstein. Historisch seien die Regionen über Jahrhunderte kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng verbunden gewesen. Die Erweiterung stärke das Netzwerk nicht nur geografisch, sondern auch inhaltlich.

Kooperation bis 2029 geplant

Das Interreg-Projekt „Castle Road ATHU“ läuft von April 2026 bis April 2029 und verfügt über ein Gesamtbudget von rund 1,2 Millionen Euro. Ziel ist der Aufbau einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen österreichischen und ungarischen Burgen, Schlössern und historischen Städten.

Sieben Personen stehen nebeneinander vor historischen Gemälden und einem Tisch mit Namensschildern und Gläsern.

Gilbert Lang (Burgmanager Burg Güssing), Michael Gerbavsits (Stiftungsadministrator Burg Güssing), Nina Peischl (Projektmanagerin Wirtschaftsagentur Burgenland GmbH), Szabó Barna (Bürgermeister Körmend), Andreas Bardeau (Vorsitzender Schlösserstraße), Béla Básthy (Bürgermeister Köszeg; v.li.).

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Geplant sind gemeinsame touristische und kulturelle Angebote, neue Vermittlungsformate sowie Marketingmaßnahmen. Vorgesehen sind unter anderem Führungen mit KI-gestützten Sprachlösungen, Virtual-Reality-Anwendungen, familienfreundliche Erlebnisangebote, eine grenzüberschreitende Castle-Road-Radtour sowie gemeinsame Festivals und Veranstaltungen.

Projektpartner sind die Wirtschaftsagentur Burgenland als Lead Partner, die Städte Kőszeg, Körmend und Feldbach sowie die BG Kultur und Entwicklungs GmbH Bad Gleichenberg. Langfristig soll die Schlösserstraße als europäische Kulturroute positioniert und die historische Verbindung zwischen Österreich und Ungarn stärker sichtbar gemacht werden.

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