Schon seit vielen Jahren wird über die Sanierung nachgedacht. Nächster Schritt ist ein Gutachten.

© Thomas Orovits

Chronik Burgenland
12/30/2020

Neusiedl am See: Teure Sanierung des einzigartigen Hallenbades

Land erneuert Zusage: Hallenbad soll erhalten werden. Aber noch gibt es keinen konkreten Finanzierungsplan.

von Michael Pekovics

Die Ernüchterung in Neusiedl am See war groß, als Anfang Dezember bekannt wurde, dass das örtliche Hallenbad unter Denkmalschutz gestellt wird.

Konkrete Auswirkungen hat das vorerst nicht. Denn der Badebetrieb im 1974 im Baustil des Brutalismus errichteten Gebäudes ist ohnehin seit März eingestellt. „Einsturzgefahr“ sowie „grobe bauliche Mängel“ lautete die Begründung.

Schon damals stellten die Verantwortlichen rund um Bürgermeisterin Elisabeth Böhm und Stadtrat Heinz Josef Zitz (beide SPÖ) klar, dass der Erhalt des Hallenbades oberste Priorität habe. Schließlich handle es sich um die einzige Einrichtung dieser Art im Bezirk Neusiedl am See, zahlreiche Vereine seien auf den Standort angewiesen.

Doch nicht nur im Nordburgenland ist das Hallenbad Neusiedl am See einzigartig. Auch in ganz Österreich gibt es kein anderes, das unter Denkmalschutz steht. Die notwendige umfassende Generalsanierung wird aber sehr teuer und von der Gemeinde allein vermutlich nicht zu stemmen sein. Dass muss sie auch nicht, denn sowohl das Bundesdenkmalamt als auch das Ministerium und die Landesregierung haben finanzielle Unterstützung zugesagt.

So teuer wird die Sanierung

Bis dato wurden aber noch keine fixen Beträge genannt. Auch deshalb, weil noch kein Finanzierungsplan für die Generalsanierung vorliegt. Laut ersten Schätzungen dürften aber um die sieben Millionen Euro notwendig sein, um das Bad wieder eröffnen zu können. Mindestens.

Kurz vor Jahreswechsel gab es jetzt neuerlich positive Signale aus dem Land. Böhm und Zitz besprachen die aktuelle Situation mit Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ), der abermals die volle Unterstützung des Landes zusagte. „Das Hallenbad ist eine wichtige Institution. Nicht nur für die Stadt, sondern für den gesamten Bezirk. Die Anlage wird gerne von Jung und Alt genutzt, neben dem Schwimmen fehlt vor allem die Saunalandschaft“, sagt Bürgermeisterin Böhm.

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