© Roland Pittner

Chronik Burgenland
10/08/2020

Industrie und Lehrlinge gemeinsam beim Recruiting Day

Industrie präsentiert Jobmöglichkeiten und versucht Lehrstellensuchende für ihre Betriebe zu begeistern

von Roland Pittner

Reger Betrieb herrscht bei Jugend am Werk in Rotenturm, Bezirk Oberwart, am Mittwoch, nicht nur in der Werkstatt. Sechs Industrie- und Gewerbebetriebe aus der Umgebung sind zu Gast und nehmen Bewerbungen entgegen. „Wir wollen jungen Menschen hier die Möglichkeit geben, frühzeitig ins Berufsleben einzusteigen“, sagt Manfred Gerger, Chef der Industriellenvereinigung Burgenland, der gemeinsam mit dem AMS den ersten Recruiting Day veranstaltet. Denn obwohl in vielen Branchen Lehrstellen rar sind, gibt es im Metallbereich zu wenige Bewerber.

Metallfachkräfte

Bei Jugend am Werk werden Metallfachkräfte überbetrieblich ausgebildet. „Wir wollen aber die Jugendlichen so früh wie möglich im ersten Arbeitsmarkt unterbringen“, sagt Herbert Preinsperger, der die Ausbildungsstätte leitet.

Ziel sei es, die Teilnehmer nach dem ersten Lehrjahr an eine Firma zu vermitteln. „Denn dort kann dann die Ausbildung gemacht werden, die die Firma braucht. Die Grundausbildung im ersten Lehrjahr als Maschinenbautechniker hat er schon absolviert, dann kann er, wenn er als Kunststofftechniker gebraucht wird, noch ohne Probleme umlernen“, weiß Preinsperger. Er hofft, dass viele seiner Schützlinge ihre Lehre bei Firmen weitermachen können.

Absolventen

Grundsätzlich sei die Vermittlungsquote von Absolventen von Jugend am Werk gut. „Wir machen eineinhalb bis zwei Jahre nach der Ausbildung immer Umfragen mit den Lehrlingen“, sagt Preinsperger. Gut zwei Drittel der Absolventen seien in der Metallbranche tätig. „Zwei Drittel von den berufstätigen haben ihren Arbeitsplatz im Burgenland, was auch erfreulich ist“, meint Preinsperger.

Laut AMS-Geschäftsführerin Helene Sengstbratl seien heuer rund 460 Jugendliche in überbetrieblichen Lehrgängen in Ausbildung. „Heuer haben wir fast 100 Jugendliche mehr, als im Vorjahr“, meint Sengstbratl. Grund ist die angespannte Situation am Arbeitsmarkt wegen der Corona-Krise. Deshalb hat das AMS für die kommenden beiden Jahre ein zusätzliches Budget von 15 Millionen Euro für die Aus- und Weiterbildung zur Verfügung gestellt bekommen.

Roland Pittner

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