Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Feuerwehr lobt Bevölkerung: Wie ein Dorf beim Brand richtig reagierte

Beim Brand in Hochstraß Ende Juni reagierten Anrainer rasch und unterstützten die Feuerwehr bereits vor dem Eintreffen.
Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand mit Schlauchleitungen und Drehleiter vor einem Haus.

Vier Wochen nach dem Brand in Hochstraß richtet die Feuerwehr den Blick auf die ersten Minuten des Einsatzes – und damit auf die Rolle der Ortsbevölkerung. Die hat nämlich laut einem Posting auf Facebook vorbildlich reagiert und die Einsatzkräfte am 25. Juni beispielhaft unterstützt.

Ausgangspunkt war die frühe Wahrnehmung von Rauch. Eine Bewohnerin bemerkte diesen und verständigte umgehend ihr Umfeld. Familienangehörige und Nachbarn gingen der Ursache nach. Laut Feuerwehr ist genau dieser Moment entscheidend, da Flammen oft erst später sichtbar werden.

Parallel dazu wurde die Sirene beim Feuerwehrhaus ausgelöst und ein Notruf abgesetzt. Dadurch konnte die Feuerwehr unmittelbar alarmiert werden. Gleichzeitig wurde die Alarmstufe bereits vor dem Ausrücken erhöht, wodurch zusätzliche Einsatzkräfte frühzeitig nachalarmiert wurden.

Zusammenarbeit wie ein Uhrwerk

Auch der Zugang zum betroffenen Objekt wurde vorbereitet. Nachbarn verfügten über einen Schlüssel und öffneten Einfahrtstor sowie Haustüre. Die Feuerwehr konnte dadurch ohne Verzögerung mit den Löscharbeiten beginnen, eine gewaltsame Öffnung war nicht notwendig.

Weitere Anrainer informierten die Nachbarschaft über den Brand. Diese frühe Warnung sei wesentlich, da nicht jedes Brandereignis sofort bemerkt werde und insbesondere Rauchgase eine Gefahr darstellen können.

Feuerwehr löscht Rauch aus dem Dach eines Wohnhauses, daneben ein Einsatzfahrzeug mit offener Ausrüstung.

Beim Brand in Hochstraß reagierten Anrainer rasch und unterstützten die Feuerwehr bereits vor deren Eintreffen.

Gleichzeitig wurden Fahrzeuge aus dem unmittelbaren Einsatzbereich entfernt, um Platz für die Einsatzkräfte zu schaffen. Nach Angaben der Feuerwehr benötigen insbesondere größere Fahrzeuge entsprechende Aufstellflächen, um effektiv arbeiten zu können.

Zusätzlich öffneten Nachbarn Innenhöfe und schufen damit weitere Zugänge. Dadurch war es möglich, den Brand von mehreren Seiten gleichzeitig zu bekämpfen und eine Ausbreitung zu verhindern.

Feuerwehr im Burgenland

Aktuelle Nachrichten zum Thema

Beim Brand in Hochstraß Ende Juni reagierten Anrainer rasch und unterstützten die Feuerwehr bereits vor dem Eintreffen.
Weiterlesen
Sigibert Waha von der Feuerwehr St. Margarethen reagiert nach Alarm über Lebensretter-App sofort und leitet Wiederbelebung ein
Weiterlesen
Von 22. bis 26. Juli ist die Leichtathletik-Arena Schauplatz der World Firefighting Championships. Rund 1.500 Teilnehmer aus 17 Nationen und Tausende Zuschauer werden erwartet.
Weiterlesen
Im Keller gelagerte Munition gilt als die mögliche Ursache. Der 84-jährige Bewohner und seine Pflegerin wurden ins Spital gebracht.
Weiterlesen
Dichter Rauch aus dem Keller: Mehrere Feuerwehren rücken aus – und entdecken ein Problem an der Decke.
Weiterlesen

Laut Feuerwehr erfolgten viele dieser Schritte innerhalb weniger Minuten oder sogar Sekunden und vielfach gleichzeitig. Während die Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus eilten und ausrückten, waren bereits zahlreiche Personen vor Ort tätig.

Die Feuerwehr Hochstraß hebt hervor, dass diese Unterstützung wesentlich zum Einsatzerfolg beigetragen habe. Gleichzeitig appelliert sie, bei vergleichbaren Situationen aufmerksam zu bleiben, andere zu warnen und im Ernstfall den Notruf 122 zu wählen – ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

Kommentare