© Wiesen/Fabian Müntz

Chronik Burgenland
04/26/2022

Für die burgenländische Festival-Familie scheint wieder die Sonne

Vorschau auf den Pop-Sommer: Die drei großen burgenländischen Festivals könnten unterschiedlicher nicht sein.

von Michael Pekovics

Müll ist bei den burgenländischen Festivals meist kein großes Thema, obwohl im Laufe der mehrtägigen Veranstaltungen genug davon anfällt. Und auch um die Durchführbarkeit müssen sich die Veranstalter im Burgenland im Gegensatz zu ihren Kollegen in St. Pölten keine Sorgen machen.

Das mag aber auch etwas mit den besonderen Alleinstellungsmerkmalen der drei großen mehrtägigen burgenländischen Rockfestivals zu tun haben, schließlich spielen Nova Rock, das picture on in Bildein und die Mutter aller Festivals, die Location in Wiesen, in einer ganz anderen Liga als die „kleineren Brüder“ Frequency & Co.

Wiesen, die Mutter

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Langjährige Festivalbesucher, die das Gelände in der Erdbeergemeinde seit 20 Jahren und mehr kennen, wissen um die besondere Entwicklung der Location. Was als wildes Campen im Wald begann, hat sich heute zur regensichersten Location Österreichs gemausert. Gefeiert wird dies heuer unter anderem mit dem „One Love“, Österreichs größtem Reggae-Festival (5. und 6. August).

Weiterer Höhepunkt ist das Jazzfest am 16. Juli.

Nova Rock, der Teenager

Beim Nova Rock dürfte es heuer wieder besonders heiß hergehen

Das kleine Burgenland ist stolz auf große Dinge. Kein Wunder also, dass sich Österreichs größtes Rockfestival in Nickelsdorf pudelwohl fühlt. Dass Veranstalter Ewald Tatar ein Burgenländer ist, erleichtert die Sache natürlich. Und so wird heuer von 9. bis inklusive 12. Juni auf den Pannonia Fields wieder richtig abgerockt. Ob im Gatsch, in der Gluthitze oder bei angenehmer Brise mit Blick auf die unzähligen Windräder – das Nova Rock ist allein schon aufgrund seiner Dimensionen einen Besuch wert. Sollte es sich heuer nicht ausgehen, der aktuelle Vertrag läuft bis 2026.

picture on, die Familie

Selbiges gilt auch für das picture on im südburgenländischen Bildein (12. und 13. August) allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Denn anders als beim großen Bruder im Norden wird hier das kleine, familiäre Ambiente großgeschrieben. Das beginnt bei der Anreise und den persönlich bekannten Campingplatz-Einweisern, geht weiter bei der Ticketausgabe durch den Bürgermeister und endet am nächsten Morgen mit der Eierspeis von glücklichen Bildeiner Hühnern. Ein Ende ist – hoffentlich – noch lange nicht in Sicht.

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