Chronik | Burgenland
07.05.2018

Frauenleiche im Neusiedler See wurde identifiziert

Das Opfer war eine Ungarin. Ein Hinweis half bei der Identifizierung.

Die Identität jener Frau, deren Leiche Mitte April im Bereich der Ruster Bucht geborgen wurde, ist geklärt. Es handelt sich um eine 1988 geborene, ungarische Staatsangehörige, teilte Verena Strnad, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, am Montag der APA auf Nachfrage mit. Zur Identifizierung sei es durch einen Hinweis aus der Bevölkerung gekommen.

Der Beschuldigte im Fall einer vor knapp drei Wochen im Neusiedler See bei Rustentdeckten, zerstückelten  Frauenleiche hatte Teile der Toten eingefroren und habe diese laut seiner Aussage später "kosten" wollen. Das gab die Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. 

Der 63-jährige Seehüttenbesitzer aus  Wien, der Verbindungen ins Burgenland hat, soll Ende März das spätere Opfer in Wien kennengelernt haben, sagte StA-Sprecherin Verena Strnad. Er habe die Frau mit nach Hause genommen. Dort seien die beiden in Streit geraten und er habe sie schließlich erwürgt, schilderte die Sprecherin der Anklagebehörde. "Im Anschluss daran hat er ihren Leichnam mehrfach zerteilt" und sei danach nach Rust gefahren, um mit einem Boot auszufahren und die sterblichen Überreste im See zu versenken.

Als er "kuscheln" wollte, habe die Frau zu schreien begonnen und er sie in Panik gewürgt. "Das Ganze ist aus dem Ruder geraten", erklärte die Anwältin des Tatverdächtigen schon vor einigen Tagen.