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Chronik Burgenland
12/14/2021

Ende des Lockdowns: Thermen locken die Nachbarn an

Gäste aus Wien und Niederösterreich nutzen die geöffneten Wellness- und Freizeiteinrichtungen Pannoniens.

von Claudia Koglbauer-Schöll, Roland Pittner

Wochenlang mussten sie auf dem Trockenen sitzen, seit Sonntag können Thermengäste, die entweder geimpft oder genesen sind, wieder abtauchen: Nicht nur die Hotels im Burgenland können seit dem Lockdown-Ende am 12. Dezember wieder aufsperren, auch die Thermenbetriebe haben wieder geöffnet. Auch wenn mancherorts ein Ausbleiben der Gäste befürchtet wurde: Die Thermen-Nachfrage sei groß, bringt es Franz Perner von der Wirtschaftskammer Burgenland auf den Punkt.

Schon am ersten Tag nach dem Lockdown, als erste im Land, haben die Sonnentherme und das Hotel Sonnenpark im mittelburgenländischen Lutzmannsburg ihre Pforten geöffnet. „Es ist mittelprächtig angelaufen“, sagt Werner Cerutti, Geschäftsführer des Thermen-Resorts. Etwa 500 Gäste haben am ersten Tag dem Badespaß gefrönt.

Das Hotel sei derzeit zu 45 Prozent ausgelastet. Während der Weihnachtsfeiertage werde man allerdings kaum noch ein freies Zimmer ergattern, außer es gebe eine Stornierung. „Wir sind über Weihnachten voll“, sagt Cerutti. Dennoch, so betont der Geschäftsführer, müsse das Resort 270 Tage im Jahr voll ausgelastet sein, um wirtschaftlich agieren zu können.

"Telefone heiß gelaufen"

Vor allem Gäste aus Wien, aber auch aus anderen Bundesländern haben am Montag die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen (Bezirk Neusiedl am See) besucht. „In dem Moment, als der Termin für eine Öffnung bekannt gegeben wurde, sind die Telefone heiß gelaufen“, sagt ein Sprecher des Resorts. Die Nähe zur Bundeshauptstadt, die ja noch bis zum 20. Dezember im Lockdown ist, habe dem Thermenbetrieb etliche erholungsbedürftige Gäste beschert. Nicht nur im Hotel, auch in der Therme stoße die Auslastung bald an ihre Grenzen.

Mehr als 300 Sicherheitsmaßnahmen hat die Therme gesetzt. Zugute komme dem Resort dabei die Kompetenz seines Betreibers Vamed, einem weltweit führenden Gesundheitsdienstleister, so Geschäftsführer Klaus Hofmann. Im Nordburgenland – vor allem bei den Shoppingzentren wie Parndorf – seien die Hotels gut gebucht, so Perner.

Zu Silvester ausgebucht

Auch im Avita-Resort ist das Geschäft gut angelaufen und derzeit ist das Hotel ausgebucht, wie Geschäftsführer Peter Prisching im KURIER-Gespräch erklärt. „Wir haben eine gute Buchungslage, zu Silvester sind wir auch schon ausgebucht, sonst gibt es noch einige Zimmer“, sagt Prisching. Auch in der Therme ist reger Zulauf, aber voll ist sie noch nicht. „Wir sind froh, dass wir wieder öffnen durften. Das ständige Auf- und Zusperren geht nicht nur finanziell an die Substanz, sondern ist auch psychologisch für die Mitarbeiter eine Belastung“, so Prisching. Jetzt hofft man auf keine Unterbrechungen mehr.

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