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Chronik Burgenland
10/07/2020

Die von ökonomischen Sorgen befreite Kultur

Güssinger Kultursommer von Frank Hoffmann wurde in die Kulturholding des Landes eingegliedert

von Thomas Orovits

Am Montag wurde publik, dass die Seefestspiele Mörbisch und der Festivalsommer Jopera in Jennersdorf künftig unter einer gemeinsamen künstlerischen Leitung – der Generalintendanz – stehen (der KURIER hat berichtet). Am Mittwoch verkündeten LH und Kulturreferent Hans Peter Doskozil und Burgenlands oberste Kulturmanagerin Barbara Weißeisen-Halwax von der Kulturholding KBB (Kulturbetriebe Burgenland) die nächste Zusammenführung.

Der von Frank Hoffmann 2001 gegründete Güssinger Kultursommer wird, was Seefestspiele und Jopera schon sind – Teil der KBB. Hoffmann bekommt einen Zweijahresvertrag als Intendant, mit der Möglichkeit zu verlängern. „Sie wissen, dass ich nicht mehr 40 bin“, zeigte sich der 82-jährige Hoffmann am Mittwoch bei der Präsentation in der Landesgalerie Eisenstadt mit dieser Lösung zufrieden: „Ich bin ab jetzt von ökonomischen Sorgen befreit.“

Mit der Eingliederung des Kultursommers Güssing in die KBB per 1. Oktober hat die Kulturholding des Landes alle administrativen Agenden des kleinen südburgenländischen Kulturfestivals übernommen, vom Marketing bis zum Ticketverkauf. Die bisherige Rechtsform des Kultursommers, eine GmbH, wird liquidiert. Die künstlerische Hoheit über Stücke und Inszenierung soll weiter in den Händen des früheren Burgschauspielers Hoffmann liegen.

Neues KUZ in Kittsee

Für Doskozil ist das ein weiterer Schritt zur langfristigen Absicherung wichtiger Kulturfestivals. Die Festivals sollten damit eine wirtschaftliche Grundlage erhalten, um deren Erhaltung sich die Intendanten nicht jedes Jahr aufs Neue bemühen müssten. Der Güssinger Kultursommer hatte zuletzt ein Jahresbudget von 250.000 Euro, davon kamen 96.000 Euro vom Land; Bund und Sponsoren steuerten den Rest bei.

Zur KBB könnten in Bälde auch noch der Klangfrühling Schlaining und das Sommerfestival Kittsee wandern. Und rund ums gemeindeeigene Schloss Kittsee sei auch das geplante Kulturzentrum für den Bezirk Neusiedl am See denkbar, blickte Doskozil noch in die fernere Kulturzukunft.

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