© FREMD/Christandl Jürg

Chronik Burgenland
06/09/2020

Burgenlands Baustellen zum Sommerbeginn

Wo im Sommer gebaut wird: Nach dem Lockdown ist vor dem Baustellen-Sommer.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Wochenlang ist wegen des Lockdowns so manche Baustelle  stillgestanden, doch jetzt  sind die Bagger und Asphaltiermaschinen wieder aufgefahren.

Burgenlands Straßen werden ausgebaut, alleine im Bereich der Bundesstraßen werden 124 Millionen Euro investiert, bei den Landesstraßen sind es weitere 10,2 Millionen Euro.

Bereits im Ausbau  befindet sich die  B51 in der Businesszone bei Neusiedl am See im Bereich Kleines Hirschfeld. Dort werden  Kreuzungsbereiche neu hergestellt  beziehungsweise vierstreifig ausgebaut und  die Ampelanlagen erneuert, erklärt Baudirektor Wolfgang Heckenast. Bei der Kreuzung B51/Wolfgang Pauli Straße wird ein neuer Kreisverkehr errichtet. Ende September soll das Projekt abgeschlossen werden.

Hier wird bald gebaut

Weitere Baustellen wie zum Beispiel die Sanierung diverser Ortsdurchfahrten werden in den kommenden Juni-Wochen folgen, damit über die im Straßenverkehr doch etwas ruhigeren Sommermonate mit voller Kraft gebaut werden kann. Gestartet wird zum Beispiel in Eisenstadt mit der Erneuerung der  Ortsdurchfahrt Rochusstraße/Bahnhofsstraße, sowie mit den Ortsdurchfahrten der südburgenländischen Ortschaften Rauchwart und Mogersdorf.

In Bau

  • B51 Neusiedl am See Businesszone, Ausbau Kurzes Hirschfeld / 700.000 Euro
  • L231 Unterloisdorf - Frankenau, 3. Teil / 430.000 Euro
  • L303 A4 Kreuzung B10/L303 / 320.000 Euro
  • L116 Lafnitzbrücke Heiligenkreuz / 570.000 Euro
  • L244 Brückenbau Hannersdorf - Welgersdorf / 440.000  Euro

Baustart Mitte Juni

  • B57 Ortsdurchfahrt Rauchwart / 250.000 Euro
  • L116 Ortsdurchfahrt Mogersdorf / 420.000 Euro
  • L336 Neutal Unterfrauenhaid Freiland / 170.000 Euro
  • B50 Brücke Piringsdorf / 460.000 Euro
  • B56 Brücke Burg / 330.000 Euro

Baustart Ende Juni/Anfang Juli

  • B50 Ortsdurchfahrt Eisenstadt Rochusstraße - Bahnhofstraße / 450.000 Euro
  • L223 Wulkabrücken Mattersburg / 4,2 Millionen Euro

Auch im Bezirk Mattersburg werden neben dem Sicherheitsausbau der S31 weitere große Projekte durchgeführt. Ab Anfang Juli werden nämlich die Wulkabrücken neu gebaut. Am Mattersburger Hauptplatz werden drei und bei Forchtenstein zwei neue Brücken entstehen. Aufgrund einer Überprüfung habe man festgestellt, dass eine Erneuerung wirtschaftlicher sei als eine Sanierung, sagt Baudirektor Heckenast. Die Kosten betragen  4,2 Millionen Euro, 1,2 Millionen zahlt das Land, den Rest teilen sich Bund und Gemeinden.

A4: 3. Fahrspur in Sicht

Auch auf der A4, der burgenländischen beziehungsweise niederösterreichischen Dauerbaustelle Nummer 1, wird weiter an der 3. Spur gebaut. Seit dieser Woche richtet die Asfinag eine neue Verkehrsführung ein. Die baulich getrennte Fahrspur Richtung Wien wird dabei von einem auf sechs Kilometer verlängert. Befahren dürfen diese Spur ausschließlich Pkw. „In dieser Bauphase stellen wir die Richtungsfahrbahn Wien bis zum Bereich Arbesthal fertig, das wird bis September dauern“, erklärt Projektleiter Harald Mayer.

Danach werden die Fahrstreifen beider Fahrtrichtungen auf die neue Richtungsfahrbahn Wien gelegt. „Damit haben wir die Fahrtrichtung Ungarn komplett verkehrsfrei und können mit Hochdruck auch dort die dritte Spur  fertig bauen.“ Aus heutiger Sicht rechnet die Asfinag  bis Ende dieses Jahres mit der Freigabe der dritten Fahrspur. Danach startet der Weiterbau bis Bruck an der Leitha West. 138 Millionen werden in den  Ausbau der A 4 in Niederösterreich investiert.

Im Herbst geht’s weiter

Der Startschuss für ein vor allem von den Anrainern heiß begehrtes Projekt soll dann laut Landesrat Dorner (SPÖ) im Herbst fallen: Da werden an der Südostautobahn (A3) bei Müllendorf die lang diskutierten Lärmschutzwände errichtet und somit eine der Forderungen der Bürgerinitiative erfüllt.

Auch im Landessüden warten betroffene Autofahrer schon länger auf ein Projekt, das jetzt umgesetzt wird – die Kriechspur für die B50 bei Bernstein in Fahrtrichtung Oberwart.  Baustart für das 2,1 Millionen Euro teure Vorhaben auf einer Länge von 1,6 Kilometer soll im Herbst sein. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon einen flüssigeren Verkehr.  Bis spätestens 2022 soll das Projekt abgeschlossen sein.   „Wir sind trotz Corona im Zeitplan und können unsere Bauvorhaben so abwickeln, wie geplant“, sagt Heckenast.

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