Asbestbelastung Burgenland: Taskforce plant zweite Messreihe

Die erste Messreihe abgeschlossen, festgelegter Richtwert wurde nie überschritten. Zweite Messreihe bei wärmeren Temperaturen geplant.
Asbest Proben

Die erste Reihe an Luftmessungen der Taskforce zur Asbestbelastung im Burgenland ist abgeschlossen und hat keine auffällig hohen Werte ergeben. Das teilte das Landesmedienservice am Mittwoch mit, wie die APA berichtet. Der von der Taskforce selbst festgelegte Richtwert von 1.000 Fasern pro Kubikmeter wurde an keinem der 66 Messpunkte überschritten. Eine zweite Messreihe soll bei wärmeren Temperaturen folgen.

Bei 58 Messpunkten lag der Wert unter 400 Asbestfasern pro Kubikmeter Luft. An acht Standorten wurden zwischen 540 und 830 Fasern pro Kubikmeter festgestellt. Die höheren Ergebnisse begründete die Taskforce damit, dass die Messungen im Nahbereich von Materialien mit einer natürlichen Asbestbelastung in Verbindung mit mechanischen Beanspruchungen erfolgten. Den Richtwert von 1.000 Fasern hatte die Taskforce selbst gewählt und damit begründet, dass dieser "mit einem niedrigen Gesundheitsrisiko assoziiert" werde. Einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für Asbestfasern in der Außenluft gebe es nämlich nicht.

Taskforce plant weitere Messreihe

Weil die Freisetzung von Asbestfasern stark von den Witterungsbedingungen abhängt, ist eine weitere Messreihe geplant. Bei trockenerem und wärmerem Wetter rechnet die Taskforce mit höheren Messwerten. Insbesondere an jenen Standorten, deren Faserkonzentration über der im Vergleich zu geologisch nicht belasteten Gebieten erwarteten Hintergrundbelastung liegt, soll erneut gemessen werden. Erst dann sei eine Gesamtinterpretation zulässig, hieß es.

Die Taskforce soll auch ein Maßnahmensetting erarbeiten, mit dem die Asbestfaserkonzentration in der Luft so gering wie möglich gehalten werden kann. Bereits umgesetzt wurden Sanierungsmaßnahmen beim Krankenhaus Oberwart, nachdem dort die höchsten Werte der Messreihe festgestellt wurden. Auch vier Steinbrüche in den Bezirken Oberpullendorf und Oberwart wurden schon im Jänner aufgrund einer Asbestbelastung behördlich geschlossen.

Alternativen zur Streusplittnutzung in Arbeit

Gemeinden und Privatpersonen empfiehlt die Taskforce, Gesteinsmaterial, in dem sie Asbest vermuten, durch Asphaltierung zu binden oder mit einer Humusschicht zu überziehen. Vorschläge für Alternativen zur Streusplittnutzung für den Winterdienst sind laut Land in Arbeit.

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