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Chronik Burgenland
04/08/2021

Burg oder KUZ: Güssings Bürger haben am 27. Juni die Wahl

Volksbefragung im Bezirk Güssing: Ausbau von Burg oder Kulturzentrum? Die ÖVP fordert sowohl als auch.

von Michael Pekovics

Erst vor wenigen Wochen wurde die Volksabstimmung zum Jagdgesetz von den initiierenden Tierschützern nach einer Einigung mit dem Land abgesagt, jetzt steht dafür eine Volksbefragung auf dem Programm. Und die wird durchgeführt.

Denn wie bereits im SPÖ-Regierungsprogramm angekündigt, wird die Bevölkerung des Bezirks Güssings darüber entscheiden, ob das Land in den Ausbau des Kulturzentrums oder der Burg investieren soll. Als Termin wurde Sonntag, 27. Juni, fixiert.

Konkret lautet die Fragestellung: „Soll das Land Burgenland in der Stadtgemeinde Güssing a) in einen Ausbau der Burg Güssing zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum investieren? oder b) in die Modernisierung des bestehenden Kulturzentrums investieren?“

Voran gestellt ist das Bekenntnis der Landesregierung, „die kulturelle Nahversorgung ... in jedem Bezirk zu gewährleisten“. Als Standort komme aber nur „entweder das Kulturzentrum Güssing oder die Burg Güssing in Frage“.

ÖVP schäumt und fordert

20 bis 50 Millionen Euro sollen je nach Projekt investiert werden. „Um den Kulturstandort Güssing weit über die Grenzen hinaus zu stärken“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Das will die ÖVP so nicht gelten lassen und sieht ein „weiteres Kaputtsparen des Bezirks Güssing“, sagt Abgeordneter Walter Temmel: „Wir wollen ein Sowohl-als-auch und kein Entweder-oder.“

Unterstützt wird diese Forderung der ÖVP von mehr als 1.000 Personen, die die Petition zum Erhalt von Burg und Kulturzentrum auf www.openpetition.eu unterschrieben haben.

Visualisierungen als Orientierungshilfe

Für Doskozil ist die Volksbefragung ein „demokratie- und kulturpolitischer Meilenstein: Güssing kann nur gewinnen.“ In Richtung ÖVP sagt er: „Wer alles haben will, bekommt am Ende wenig.“ Man wolle etwas „Neues und Großes“ schaffen und so die gesamte Region attraktivieren: „Mit einer halbherzigen Verbesserung beider Standorte werden wir das nicht erreichen“, argumentiert der Landeschef und will sich „bindend“ an die Entscheidung der Bürger halten.

Das Ergebnis der Volksbefragung soll Basis für die weitere Vorgangsweise sein, zur Vorbereitung und Begleitung ist eine Informationsoffensive angekündigt. Auf Grundlage der ersten Vorstudien soll ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden, der Baustart kann frühestens 2023 erfolgen.

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