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Chronik Burgenland
08/13/2021

Braun Lockenhaus: Auch nach 100 Jahren wird auf Holz geklopft

1921 hat Johann Braun das Möbelunternehmen gegründet. Individuellen Wünschen wird in der Manufaktur auch heute entsprochen.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Nicht nur das Burgenland feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Es war auch das Jahr 1921, als Kommerzialrat Johann Braun im mittelburgenländischen Lockenhaus ein Unternehmen gründete. 100 Jahre später kann der Betrieb weiter auf Holz klopfen: Braun Lockenhaus hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen als Objektmöbelhersteller gemacht.

Auch wenn sich einiges geändert hat: Das Erfolgsrezept sei auch nach 100 Jahren dasselbe geblieben, sagt Geschäftsführer Jochen Joachims. „Das Unternehmen hat sich immer den Gegebenheiten des Marktes angepasst – nach dem Leitsatz „der Kunde ist König’“, sagt Joachims im KURIER-Gespräch.

Während zu Beginn vor allem für Schulmöbel, Getreideputzmühlen, Gartenmöbel sowie Gerätschaften für Haus und Küche gefertigt worden waren, so spezialisierte sich Braun Lockenhaus ab 1975 auf Sitzmöbel und Tische aus Vollholz, Bugholz, Holzlaminaten und Stahlrohr sowie auf individuellen Innenausbau.

Auch digitale Lösungen

Heute ist Braun Lockenhaus einer der größten Möbel-Komplettanbieter Österreichs. Das Produktportfolio findet etwa in Kongresszentren, in Hotellerie und Gastronomie, in kirchlichen Einrichtungen, in Sportstätten sowie im Pflegebereich Platz. „Unser Angebot geht so weit, dass wir auch digitale Lösungen anbieten“, sagt Joachims. Zu den Kunden zählen das 21er Haus, Schloss Esterhazy und das Kultur Kongress Zentrum in Eisenstadt, der Flughafen Wien, die Restaurants Fabios, Lugeck und Motto am Fluss sowie das Congress-Schladming. Auch in burgenländischen Haushalten sei das eine oder andere maßgefertigte Möbelstück zu finden.

Gerade die Manufaktur von Möbelstücken übe „eine besondere Anziehungskraft aus“, so Joachims. Gearbeitet werde mit Materialien wie Holz, Metall, Stoffen oder Leder. Das Holz stammt aus umliegenden Wäldern. Bearbeitet wird es nach der klassischen Bugholztechnik, die nur mehr wenige beherrschen. Dabei wird Holz mit Hilfe von Wasserdampf gebogen. Mit dem entsprechenden Know-how könne man „traditionelle Handwerkskunst mit innovativen Technologien verbinden“. 28.000 Stühle, 4.000 Tische, 3.000 Polster-und 2.000 Schrankmöbel werden so pro Jahr gefertigt.

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