© zweierwg/Franz Weber

Chronik Burgenland Aus Ihrer Region
09/08/2020

Nina Stern und Franky Wild werden zur „Zweier WG“

Die beiden Musiker haben gemeinsam einen Schlager-Song veröffentlicht – weitere Projekte sind in Planung.

von Stefan Jedlicka

Sie habe „wieder zurück zu ihren eigentlichen musikalischen Wurzeln gefunden“, sagt Nina Stern. Nach einer mehrjährigen Pause hat die Sängerin und Produzentin gemeinsam mit Musikerkollegen und Geschäftspartner Franky Wild als „Zweier-WG“ den Schlager-Song „Du machst es mir nicht leicht, Dich zu vergessen“ veröffentlicht.

Der Bandname sei aus der intensiven Zusammenarbeit während der vergangenen Monate entstanden, erzählt Nina Stern. „Ich habe mehr Zeit im Studio verbracht, als zu Hause. Und dem Franky ist es genauso gegangen. Wir haben also fast wie in einer WG hier zusammengelebt.“

Wahl-Burgenländer

Im Burgenland sind die beiden Musiker längst heimisch geworden, auch wenn sie beide nicht hier geboren sind. Stern kam der Liebe wegen aus Bayern und lebt nun in Mischendorf (Bezirk Oberwart). Für den Steirer Franky Wild, auch bekannt als Sänger der burgenländischen Formation Austria4you mit der aktuellen Single „Aner aus Österreich“, war der Weg aus dem Bezirk Feldbach nach St. Martin an der Raab im Bezirk Jennersdorf nicht ganz so weit. „Wir haben einen Platz zum Hausbauen gesucht und sind dort durch Zufall fündig geworden“, erinnert er sich. Seit 2015 arbeitet man bereits zusammen, seit 2018 im gemeinsamen Studio „wildstar“ in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart).

Entstanden sei das Duo „aus einer spontanen Laune heraus“, erzählt Franky. Als man wieder einmal im Studio an neuen Songs tüftelte, blieb er beim Komponieren an einer Schlagermelodie hängen, die ihm in diesem Moment eingefallen sei. Ein entsprechender Text war bald gefunden.

Produzentin

„Ich kann es nach all den Jahren halt doch nicht lassen und somit haben wir einen gemeinsamen Schlager-Song produziert“, lacht Nina. „Meine leider schon verstorbene Großmutter sagte immer: ,Kind, du bist wie s’falsche Geld, du kommst immer wieder zurück.‘ Und sie hatte recht, da bin ich wieder.“ Seit ihrem 16. Lebensjahr steht sie auf der Bühne, absolvierte eine Gesangs-, Sprach- sowie Tanz- und Schauspielausbildung.

1998 bekam sie ihren ersten Vertrag bei einer österreichischen Plattenfirma und lernte dabei auch bereits Franky Wild kennen, der beim gleichen Label unter Vertrag stand. Sterns erstes Album erschien 1999, im Jahr 2000 gründete sie die Promotionfirma Perfect Promotion. 2005 ging sie für Österreich beim Grand Prix der Volksmusik an den Start und belegte im internationalen Finale den 3. Platz.

Die Corona-Zeit im Studio sei „sehr schwierig“ für beide gewesen, geben sie zu. „Kontakte auch unter Kollegen waren so gut wie unmöglich. Langsam läuft es jetzt wieder an. Auch wenn heuer sicher keine Live-Auftritte möglich sein werden“, macht sich Franky Wild keine Illusionen.

Ohne Druck

Die Zukunftspläne der neu gegründeten Schlagerformation sieht Nina Stern entspannt. „Bereits damals in meiner alten Karriere als Schlagersängerin hieß es immer: Nach der Single ist vor der Single. Nur weil ein Song super gelaufen ist, kann man sich nicht automatisch darauf verlassen, dass dies auch beim nächsten so sein wird“, weiß sie. „Wenn man solange in einer musikalischen Pause und damit verbunden weg vom Fenster war, dann ist dies ein wieder völlig neues Gefühl und eine totale Herausforderung. Ich habe mir damals selbst so viel Druck auferlegt, dass ich es dieses Mal gelassener angehe und mich einfach von Herzen auf all das freue, was mit der Zweier WG noch passieren wird.“

Ausschlaggebend für das Projekt sei Frankys Überzeugungskunst gewesen: „Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich noch einmal im Schlager-Genre so richtig Blut geleckt habe.“ Wild, der auch für sämtliche Kompositionen im gemeinsamen Studio zuständig ist, verrät: „Nicht nur bei mir gibt es schon weitere Ideen für Schlager-Songs. Auch Texte von Nina habe ich, in dem einen oder anderen Papierstapel versteckt, entdeckt, die eindeutig in Richtung Schlager gehen.

Man wolle jedenfalls weiter zusammenarbeiten. „Er wird mi nimmer los“, lacht Nina. Auch ein Album sei auf längere Sicht geplant. „Aber da lassen wir uns noch Zeit, sammeln erst einmal Ideen.“

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