© Kurier/Juerg Christandl

Chronik Burgenland
01/15/2021

Aufgriffe: Flüchtlinge sorgen für Aufregung in Schachendorf

Seit November häufen sich die Aufgriffe von Flüchtlingen rund um Schachendorf und Rechnitz.

von Roland Pittner

Im Mittel- und Südburgenland kam es zuletzt immer wieder zu Aufgriffen von Flüchtlingen. Allein am Freitag sind im Bereich des Rechnitzer Stausees und bei Schandorf zwölf Personen, die illegal eingereist sind, von der Polizei aufgegriffen worden. 

Laut einiger Medienberichte und einer Aussendung der FPÖ gebe es deshalb bereits Unruhe in der Bevölkerung von Schachendorf. „Die Situation ist alarmierend“, meint etwa FPÖ-Gemeindevorstand Thomas Karacsony aus Rechnitz.    Er  fordert auf, „die Vorkommnisse  schnell zu unterbinden“. Die Bevölkerung habe Angst, es dürfe keine „Anarchie“ in Schachendorf geben.

Davon sei man weit entfernt, beruhigt Schachendorfs Bürgermeister Robert Marlovits (ÖVP) im Gespräch mit dem KURIER: „Natürlich kommen immer wieder Flüchtlinge über die Grenze, aber überrannt werden wir nicht.“

Lager im Wald

„Meist handelt es sich dabei um  Gruppen von bis zu zehn Personen aus Syrien oder Afghanistan. Probleme haben die Leute in den Ortschaften bisher keine gemacht, sie suchen ja Asyl“, sagt Marlovits, der selbst Polizist ist.    Die Schlepper würden die Flüchtlinge bis an die Grenze bringen, die dann zu Fuß überquert wird. Große Aufregung gebe es deshalb im Ort nicht. „Aber es ist schon gut, wenn die Leute wachsam sind“, sagt Marlovits. Er bestätigt, dass in einem Waldstück einige Lager gefunden wurden,  in denen die Migranten campiert haben.   „Aber grundsätzlich wollen die Flüchtlinge ja gefunden werden und nicht ewig in der Kälte marschieren oder warten“, sagt Marlovits. 

Die  Exekutive hat die Polizeistreifen in dem Gebiet bereits erhöht. Die Hotspots sind neben Schachendorf vor allem Lutzmannsburg im Mittelburgenland und Heiligenkreuz im Bezirk Jennersdorf. Die Polizei  und das Bundesheer setzen auch Drohnen und Wärmebildkameras ein, um die Grenze zu sichern.   2020 haben sich die illegalen Grenzübertritte im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, es wurden rund 3.100 Flüchtlinge im Burgenland aufgegriffen.

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