Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Asbestskandal: Badersdorfs Bürgermeister lädt Greenpeace ein

Der Bürgermeister von Badersdorf fordert eine objektive Beurteilung der Lage und lädt Greenpeace zu einer öffentlichen Bürgerversammlung ein.
Eine Person mit blauen Handschuhen und Schutzbrille untersucht trockene Blätter an einem Baum im herbstlichen Wald.

Im Zusammenhang mit dem Asbestskandal im Burgenland erhebt Daniel Ziniel, Bürgermeister von Badersdorf, in einem offenen Brief schwere Vorwürfe gegen Greenpeace.

Die NGO sorge derzeit nicht für „Grünen Frieden“, sondern verunsichere. Daniel Ziniel (ÖVP) betont zugleich, dass er die Lage aus fachlicher Sicht nicht beurteilen könne und verweist auf Experten.

Nach seinen Angaben wurde seitens des Landes eine Task-Force eingerichtet, die die aktuelle Situation im Auge behält. Zudem sei Mitte Februar 2026 eine neuerliche Beprobung am Steinbruchgelände durchgeführt worden. Diese beruhe auf einem standardisierten Normverfahren und habe unter dem Beisein des Betreibers, der Behörde und der Montanuniversität stattgefunden. Die Ergebnisse seien noch ausständig.

"Ersuche um objektive Beurteilung" 

Ziniel erklärt weiters, dass für ihn die Gesundheit an oberster Stelle stehe. Zugleich ersucht er um eine objektive Beurteilung der gesamten Materie. Kritisch äußert er sich auch zur Darstellung der Region, die momentan als lebensbedrohlicher Fleck Erde dargestellt werde.

Asbest im Burgenland

Aktuelle KURIER-Artikel zum Thema.

Die Umweltschutzorganisation fordert Sofortmaßnahmen des Landes. Während in Ungarn und NÖ bereits reagiert werde, bleibe das Burgenland untätig.
Weiterlesen
Die Gutachten zu den geschlossenen Steinbrüchen liegen vor. Die Montanuniversität Leoben analysierte 67 Gesteinsproben und 46 Produktproben. Nun prüfen die Behörden die Ergebnisse.
Weiterlesen
In einer Wohnsiedlung wurde der Gesundheitsnotstand ausgerufen. Greenpeace fordert Eingreifen der Bundesregierung und Kooperation mit Ungarn.
Weiterlesen
Ergebnisse zu Asbest-Messungen in burgenländischen Steinbrüchen werden erwartet. Entscheidung über weiteres Vorgehen folgt.
Weiterlesen
Land und Greenpeace hätten unseriös gemessen, kritisieren Betreiber der vier behördlich geschlossenen Steinbrüche. Sie fordern Luftmessungen bei Vollbetrieb und sind überzeugt, unter den Grenzwerten zu bleiben.
Weiterlesen

Abschließend lädt Daniel Ziniel die Verantwortlichen von Greenpeace zu einer öffentlichen Bürgerversammlung im Gemeindesaal von Badersdorf ein. Dort sollten sie persönlich die Stimmung in der Bevölkerung wahrnehmen und auch Rede und Antwort stehen. 

Kommentare