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Bauprogramm
04/03/2022

292 Millionen Euro für Straßenbau, neue Radwege und Hochwasserschutz

Land Burgenland investiert in neue Straßen, neue Radwege und in Hochwasserschutz sowie Projekte zweier Landestochtergesellschaften

von Michael Pekovics

300 Millionen Euro waren es im Vorjahr, 292 Millionen werden es heuer sein. Der Großteil der Mittel des am Freitag präsentierten burgenländischen Bauprogramms fließt in Straßen – 133 Millionen in Bundes- und 13,6 Millionen in Landesstraßen. Wobei das letzte Wort bei den Kosten noch nicht gesprochen ist. Schließlich machten die hohen Energie- und Spritpreise die Kalkulationen schwierig, sagte Landesrat Heinrich Dorner bei der Präsentation der geplanten Projekte, die aber „alle verwirklicht werden“ – eine Übersicht über die wichtigsten Vorhaben:

Straßenbau

 Die größten Baustellen gibt es im überregionalen Straßennetz. Der Neubau der S7 im Süden schreitet voran, auch die A3 zwischen Hornstein und Eisenstadt wird derzeit generalsaniert. Ende des Jahres startet dann der aufwändige Neubau der Talübergänge auf der S31 bei Sieggraben. Dazu kommen noch zahlreiche andere Projekte, an insgesamt 450 ist die Baudirektion heuer beteiligt. Ein größeres davon wird der neue Kreisverkehr an der B50 zwischen Winden und Breitenbrunn sein. Im Zuge dessen wird auch gleich ein Stück Radweg zwischen L311 und Winden errichtet.

Radwege

19 Projekte im Ausmaß von 6,7 Millionen Euro werden heuer realisiert. Herzstück des Ausbauprogramms ist der rund 22 Kilometer lange Radweg auf dem ehemaligen Damm der Bahnstrecke Oberschützen-Oberwart-Großpetersdorf-Rechnitz mit einem Investitionsvolumen von 3,4 Millionen Euro. Schon im heurigen Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dabei werden übrigens zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Denn direkt in den Bahndamm wird mittels eines aufwendigen Fräsverfahrens eine Leerverrohrung (siehe Bild) und später ein Glasfaserkabel eingebaut, um die Versorgung des Südburgenlands mit Breitbandinternet zu verbessern. Zusätzlich werden heuer 16 weitere Alltagsradwege errichtet und 2,7 Millionen Euro investiert. Ebenfalls am Programm stehen Instandhaltungsmaßnahmen bei drei touristischen Radwegen um weitere 320.000 Euro.

Hochwasserschutz

In Heiligenbrunn, Forchtenstein, Eisenstadt, Sigleß, Siget, Reinersdorf und Rohrbach beginnen heuer neue Bauprojekte im Bereich des Hochwasserschutzes. Insgesamt werden heuer 13,7 Millionen Euro in Neubauten und Instandhaltungsmaßnahmen investiert. Aktuell wird an zwölf Projekten von Nord bis Süd aktiv gebaut. Zusätzlich zur Schutzwasserwirtschaft sind rund 780.000 Euro zur Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit von Flüssen vorgesehen. So soll etwa der Zickenbach wieder zu einem potenziellen Laichareal für Amphibien und Fische werden.LIB und PEB„Proaktiver Player“ sei man seit der Gründung der beiden Gesellschaften geworden, sagt LIB- und PEB-Geschäftsführer Gerald Goger (siehe oben). Die größten Projekte heuer sind das Kulturzentrum Mattersburg, die Erweiterungen des Joseph Haydn Konservatoriums und des FH-Campus in Pinkafeld oder der Kontrollplatz am Grenzübergang Nickelsdorf für Schwerkraftfahrzeuge. Kommunalprojekte wie das Feuerwehrhaus in Zurndorf oder das neue Gemeindezentrum in Grafenschachen werden in Abstimmung mit der jeweiligen Gemeinden realisiert.

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