Wissen
09.04.2018

Was ist dran am UFO-Lügendetektor-Test mit Buzz Aldrin?

Derzeit kursieren im Netz wieder einmal Meldungen zu einer angeblichen UFO-Sichtung im Zuge der Apollo-11-Mission.

Buzz Aldrin war nach Neil Armstrong der zweite Mann, der ihm Rahmen der Apollo-11-Mission im Jahr 1969 den Mond betreten hat.  Jetzt lösen erneut Berichte rund um den Ex-Astronauten (88) einen verwirrenden Internet-Hype aus, die (Falsch-)Meldungen überschlagen sich. Der Grund: In der letzten Wochenend-Ausgabe eines britischen Tabloids ist ein Artikel erschienen, darin wird behauptet, dass vier Astronauten Tests mit Lügendetektoren bestanden hätten, während diese über ihre UFO-Sichtungen sprachen. Wie seriös ist diese Information?

Laut The Daily Star dreht sich alles um ein Institut in Ohio, das eine angebliche „Studie“ mit NASA-Astronauten gemacht haben soll, dazu gehört auch Buzz Aldrin. Es heißt, dass anhand der Stimmanalyse der Männer offensichtlich wird, wie überzeugt die Interviewten von ihren UFO-Begegnungen sind. Auf Wissenschaftsseiten im Web, etwa Science Alert, wird diese Analyse allerdings genauso angezweifelt wie das Institut selbst, von dem diese Nachricht kommt. Es handelt sich dabei um das Institute of BioAcoustic Biology and Sound Health, das eine eigene Methode zur Stimmanalyse entwickelt haben will, um so zu einem „holografischen Bild der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens“ zu kommen. Auf der Website des Instituts wird behauptet, dass an einer Stimme alles ablesbar wäre – bestimmte Frequenzen in der Stimmlage würden nicht lügen.

In der Tat arbeiten manche Lügendetektoren mit der Stimmfrequenz, dabei soll der Detektor anhand der Stimme bestimmte Aktivitäten im Hirn erkennen, die auf Lüge hindeuten würden. Allerdings fehlen bislang wissenschaftliche Beweise dafür. Herkömmliche Lügendetektoren analysieren die Atemfrequenz, die Änderung des Pulsschlags und Blutdrucks sowie Änderungen des Hautwiderstands, zum Beispiel durch erhöhte Schweißproduktion oder Zittern. Der erwähnten Astronautenstudie, heißt es etwa auf der Seite Science Alert, mangelt es an Wissenschaftlichkeit, alles Mögliche sei daran falsch.

Was geschah wirklich?

Tatsächlich hat die Apollo-Crew bei der ersten Mondlandung ein Licht gesehen, als sie aus dem Fenster der Apollokapsel sah. Auf der Internet-Nachrichtenplattform Reddit hatte Aldrin diese Behauptung dann sowohl bestätigt als auch relativiert. Und gemeint, dass es dafür Erklärungen gebe, die nicht auf fremde Raumschiffe hindeuten würden. Etwa Reflexionen des Sonnenlichts. Dennoch sagte Aldrin in Interviews immer wieder, dass er die Existenz von „Aliens“ nicht ausschließen möchte. Immerhin beschäftigt sich die NASA ja selbst mit der Suche nach außerirdischem Leben. Auch der kürzlich verstorbene Stephen Hawking betonte immer wieder, wie unwahrscheinlich es angesichts von Milliarden von Galaxien und Abermillionen von Sternen sei, dass die Erde der einzige Planet ist, auf dem Leben möglich ist.