Wissen und Gesundheit
06.11.2017

Was Vitamin D bei Brandwunden bringt

Brandverletzungen heilen schneller, wenn der betroffene Patient ein höheres Vitamin-D-Level im Blut aufweist. Das ergab eine britische Studie.

Die Verabreichung von Vitamin D könnte die Heilung schwerer Brandverletzungen beschleunigen und Komplikationen bei der Wundheilung vorbeugen. Das halten britische Forscher in einem aktuellen Studienbericht fest.

Vitamin D und Wundheilung

Mit der Erhebung widmete man sich erstmals der Rolle von Vitamin D im Heilungsprozess und stellte fest, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin-D-Präparaten eine effektive und kostengünstige Behandlungsmethode für Brandopfer darstellen könnte.

Um die Wirkung von Vitamin D auf den Heilungsprozess zu untersuchen, analysierten Forscher University of Birmingham den Heilungsprozess bei Probanden über einen Zeitraum von einem Jahr. Dabei wurde die Wundheilung der Patienten mit dem Vitamin-D-Gehalt in ihrem Blut in Zusammenhang gesetzt. Es zeigte sich, dass Betroffene mit höherem Vitamin-D-Gehalt im Blut weniger Komplikationen im Heilungsverlauf aufwiesen und auch generell eine bessere Wundheilung hatten. Die Erkenntnisse legen nahe, dass die Gabe von Vitamin D unmittelbar nach einer Verbrennung förderlich sein und Infektionen verhindern könnte.

"Schwere Brandverletzungen reduzieren den Vitamin-D-Gehalt im Blut und das Vitamin zuzuführen könnte eine sichere, einfache und kostengünstige Methode sein, um die Prognose für Patienten zu verbessern", so Studienleiterin Janet Lord.

Relevant sei die Erkenntnis vor allem deshalb, weil Betroffene trotz verbesserter Versorgung nach wie vor oft mit Komplikationen beim Heilungsprozess zu kämpfen hätten. Besonders häufig treten Infektionen und eine verzögerte Wundheilung auf. Außerdem laufen Patienten mit besonders schwerwiegenden Brandverletzungen Gefahr, eine lebensbedrohliche Sepsis (Blutvergiftung) zu entwickeln.