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21.08.2018

Ragweed-Pollen: Diese Woche droht erste Spitzenbelastung

Innerhalb der nächsten Tage ist im Osten und Süden Österreichs mit hohen bis sehr hohen Belastungen zu rechnen.

Die vielen schönen und heißen Tage in diesem Jahr wirken sich jetzt auch auf die Ragweedpollen-Saison aus.. „Es muss innerhalb der nächsten Tage mit hohen bis sehr hohen Belastungen ... vor allem im Burgenland, in Wien, Niederösterreich, der Steiermark, in Teilen Oberösterreichs und Kärntens gerechnet werden“, heißt es in der jüngsten Prognose des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien. „Die Saison hat heuer zirka eine Woche früher begonnen. Um die Wochenmitte erwarten wir die erste Spitzenbelastung“, sagt Katharina Bastl vom Pollenwarndienst der MedUni Wien. Ragweed stammt ursprünglich aus den USA und wurde nach Europa eingeschleppt.

Zahlreiche Meldungen von Pflanzenbeständen durch Privatpersonen sind schon beim Ragweed-Finder des Pollenwarndienstes eingegangen (siehe Grafik) – Ost und Südostösterreich sind massiv betroffen.

Die Spezialisten der MedUni Wien leiten die Meldungen in sieben Bundesländern (Wien, NÖ, Burgenland, Steiermark, Salzburg, Tirol, Vorarlberg) an die Landesregierungen weiter. Größere Vorkommen auf öffentlichen Flächen sollten dann entfernt werden. „In Niederösterreich ist in den vergangenen Jahren der Pollenflug zumindest nicht angestiegen. Das hat sicher mit regionalen Maßnahmen zu tun.“

Belastung in der Nacht

Die lokale Pollenbelastung ist immer zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag am höchsten. Jene, die per Wind aus Südosteuropa angeweht wird, spürt man vor allem in der Nacht und den frühen Morgenstunden: „Ragweedpollenallergiker sollten vom nächtlichen Lüften daher in Zeiten der Spitzenbelastung absehen.“ Um die Wochenmitte ist Südostwind wahrscheinlich – er kann die Belastung durch per Wind transportierte Pollen erhöhen.

Bastl betont, dass es in Österreich weder eine Melde- noch eine Entfernungspflicht gibt: „Man kann also vom Nachbarn eine Entfernung nicht einfordern.“ Entfernen sollte man Ragweed nur mit Handschuhen. Wenn sie bereits blüht, empfiehlt Bastl auch einen Atemschutz – Allergiker sollten sich aber fernhalten. Wie sich der Kälteeinbruch gegen Wochenende auswirkt, lässt sich noch nicht sagen. „Ist er nur kurz und regnet es viel, kann es danach zu einem zweiten Belastungsgipfel kommen.“

Ein Urlaub im Burgenland empfiehlt sich für Ragweedpollenallergiker in dieser Woche jedenfalls nicht. In der Prognose des Pollenwarndienstes heißt es: "Der Westen Österreichs ist nach wie vor eine zu empfehlende Region für Ragweedpollenallergiker."