Arbeit auf einer Intensivstation

Intensivstation eines Krankenhauses.

© APA - Austria Presse Agentur

Wissen Gesundheit
09/13/2021

Welt-Sepsis-Tag: Warum der "rote Strich am Arm" kein Warnsignal ist

Der unterschätzte Notfall einer Blutvergiftung ist zudem für einen von fünf Todesfällen weltweit verantwortlich - und wäre oft zu verhindern.

von Ingrid Teufl

Die Sepsis gilt als Ursache Nummer eins für Todesfälle oder Wiederaufnahmen ins Krankenhaus - und ist dennoche ein häufig unterschätzte Komplikation. Der Intensivmediziner Walter Hasibeder, Präsident der Gesellschaft für Anästesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) fordert zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September mehr Sensibilisierung dafür. "Das ist wichtig, denn die Sepsis ist nichts anderes als die dramatische Konsequenz einer Infektion, bei der Früherkennung besonders wichtig ist."

Viele wissen nicht, dass nahezu jede Infektionskrankheit zu einer Sepsis führen können. Nämlich dann, wenn sich die körpereigene Abwehrreaktion gegen eine Infektion gegen den eigenen Organismus wendet. Das kann zu einem Multiorganversagen und zum Tod führen, vor allem wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Keine Spitals-Krankheit

Entgegen vielfacher Vorstellungen entsteht Sepsis nämlich nicht vorrangig im Spital. 80 Prozent treten außerhalb eines Krankenhauses auf. Daher betont Hasibeder auch die Bedeutung des Bewusstseins für Alarmsignale. Der oft zitierte "rote Strich am Arm", der sich immer weiter ausbreitet ist kein typisches Anzeichen. Vielmehr seien es voererst eher allgemeine Symptome wie Fieber und/oder Schüttelfrost, erschwerte Atmung, Verwirrtheit und Sprachstörungen, die durch die Infektion ausgelöst werden.

In Österreich starten nun die Arbeiten an einem Nationalen Aktionsplan. Eine wichtige Initiative, betont ÖGARI-Mitglied Eva Schaden von der MedUni Wien.

Denn neben der Akutversorgung ist auch de Nachbetreuung der Patienten wesentlich. "Bis zu 50 Prozent der Menschen, die die eine Sepsis überstanden havben, leiden langfristig an körperlichen und psychischen Folgen dieser schweren Erkrankung", schildert Schaden. Daher nehme die Bedeutung der Betreuung nach der Entlassung von der Intensivstation zu. Das sichere auch die Erfolge, die auf der Intensivmedizinischen Station geschafft wurden.

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