FSME-Impfung ist ab dem ersten Lebensjahr möglich

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Wissen Gesundheit
04/24/2021

Welt-Meningitis-Tag: Impfung schützt vor Gehirnhautentzündung

Meningokokken-Erkrankungen sind selten, verlaufen aber oft schwer. Ab dem dritten Lebensmonat kann geimpft werden.

An optimalen Schutzimpfungen gegen das Coronavirus wird aktuell auf Hochtouren geforscht, gegen die Meningokokken-Meningitis gibt es bereits zuverlässige Vakzine; wenn auch nicht gegen alle Erreger-Gruppen. Impfungen bleiben trotzdem der beste Schutz vor Gehirnhautentzündungen und Spätfolgen, daran erinnern die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde und die Österreichische Ärztekammer am heutigen Welt-Meningitis-Tag, der den Auftakt zur Weltimpfwoche macht. Hierzulande sind vor allem Babys und Jugendliche von Meningokokken betroffen.

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Impfungen bieten neben dem individuellen Schutz auch einen Nutzen für die Gesellschaft – und einige bieten sogar die Chance, Krankheiten ganz auszurotten.

Weltweite Impferfolge

In der Weltimpfwoche, die auch dieses Jahr von 24. bis 30. April 2021 begangen wird, soll Bewusstsein und Aufklärung für das Thema Impfen geschaffen werden. Obwohl laut WHO jährlich zwischen 2 und 3 Millionen Todesfälle durch Impfungen vermieden werden, sterben noch immer jährlich mehr als 1 Million Menschen an impfpräventablen Infektionen. Dazu zählen auch Meningokokken-Erkrankungen, die besonders die Kleinsten betreffen.

Gefährliche Meningokokken

Invasive Meningokokken-Erkrankungen sind selten, können aber rasch lebensbedrohlich werden und innerhalb von wenigen Stunden aus voller Gesundheit zum Tod führen. Meningokokken sind in vielen Industrieländern die Hauptursache für eine lebensbedrohliche bakterielle Meningitis (Gehirnhautentzündung). Etwa 1 von 10 Erkrankten stirbt trotz optimaler medizinischer Versorgung; bis zu 1 von 5 trägt schwere körperliche oder neurologische Folgeschäden - u.a. Amputationen, Hörverlust, chronische Schmerzen und großflächige Vernarbungen - davon. Das höchste Erkrankungsrisiko tragen Säuglinge im ersten Lebensjahr und Jugendliche.

Auch in Österreich sterben Patienten an Meningitis

Die größte Bedeutung für das Auftreten von invasiven Erkrankungen haben die Serogruppen A,B,C,W135 und Y. In Österreich werden jährlich in etwa 20 bis 100 Erkrankungsfälle registriert. Von 2008 bis 2019 wurden in Österreich 648 invasive Meningokokken-Erkrankungen gemeldet, darunter 74 Todesfälle.  Die meisten Erkrankungen waren dabei auf Infektionen mit der Serogruppe B zurückzuführen (ca 50-74%), gefolgt von Serogruppe C (10-30%).

Schutzimpfungen vor den häufigsten Gruppen

Eine universelle Impfung, die gegen alle Meningokokken-Gruppen schützt, gibt es nicht. In Österreich sind 3 Impfungen gegen 5 der häufigsten Meningokokken-Gruppen (A, B, C, W135 und Y) im Impfplan empfohlen.

Gegen die am häufigsten vorkommenden Meningokokken der Serogruppe B ist die Impfung aufgrund der epidemiologischen Situation möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat empfohlen. Darüber hinaus ist eine einmalige Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe C bevorzugt zwischen dem 13. und 15. Lebensmonat empfohlen. Beide Impfungen sind nicht im kostenfreien Impfprogramm enthalten. Die Kombinationsimpfung gegen die Gruppen A, C, W135 und Y ist vom vollendeten 10. Lebensjahr bis zum vollendeten 13. Lebensjahr im kostenfreien Impfprogramm enthalten.

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