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08.05.2018

Pollenalarm: Keine Ruhe nach dem Sturm

Es ist wieder soweit: Nach einer kurzen Unterbrechung, beginnen die Pflanzen erneut zu blühen.

Allergiker allerorts atmeten bereits auf, als sich die ungeliebten Pollen, nach den Güssen der letzten Tage, nirgendwo mehr blicken ließen. Doch nun müssen sie widerwillig erkennen: Die Pollensaison ist noch nicht zu Ende. Der Regen hat zwar zu einer kurzzeitigen Verschnaufpause geführt, aber auch zu einem verstärkten Wachstum der Pflanzen – die ihrerseits wieder mehr Pollen produzieren.

Pollenallergien und ihre Symptome

Gräserpollenallergie ist die häufigste Form der Pollenallergie. Es gibt aber auch viele Menschen, die auf Birken-, Hasel-, Erlen-, Eschen-, Roggenpollen und andere Blüten allergisch reagieren. Jede dieser Pflanzen blüht zu einer gewissen Zeit, weshalb Allergiker sich jener Zeiträume bewusst sein und dementsprechend vorausplanen sollten. Dazu können auch Websites wie die des Pollenwarndienstes verwendet werden, die recht genau prognostizieren, wie die Belastung in den nächsten Tagen sein wird – natürlich aufgeschlüsselt nach den unterschiedlichen Pollenallergien. Dadurch können unangenehme Symptome, wie Schnupfen, juckende und rote Augen, Niesanfälle, rinnende Nasen und Atembeschwerden vermieden, oder zumindest in Schach gehalten werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Für Allergiker gibt es drei Säulen der Behandlung: Erstens sollte jeder Betroffene seine Allergien austesten lassen, ganz einfach in einem Allergiezentrum. Zweitens kann man sich einer Therapie unterziehen, entweder mit Medikamenten, oder langfristig durch Hyposensibilisierung. Diese kann durch, meist wöchentliche, Injektionen oder sublinguale Immuntherapie (Tropfen werden unter die Zunge geträufelt) realisiert werden. Und zuletzt – und das sollte jeder zumindest in Betracht ziehen – die Allergenvermeidung und gute Planung und Strukturierung des Alltags. In den meisten Fällen ist Therapie zwar die einfachere Lösung, Vermeidung aber die sinnvollere – und, langfristig gesehen – die gesündere.

Wirksame Lebensstiländerungen

Die korrekte Planung des Tagesablaufs – vor allem Aktivitäten im Freien – ist wohl eines der wichtigsten Instrumente zur Vermeidung von Pollen, das Allergikern zur Verfügung steht. Da die tageszeitliche Pollenverteilung noch wenig erforscht ist, müssen Betroffene selbst herausfinden, wann sie die geringste Belastung verspüren. Gleiches gilt für das Lüften der eigenen vier Wände – möglichst dann, wenn man die wenigsten Beschwerden hat. Auch während der Autofahrt gilt es die Fenster geschlossen zu halten und den Luft- bzw. Pollenfilter regelmäßig erneuern zu lassen. Rauchen und Einatmen von staubbelasteter Luft sollten unterlassen werden. Sportlich betätigen sollte man sich nur in geschlossenen Räumen.

Wenn man sich doch zu einer Zeit des erhöhten Pollenfluges im Freien wiederfinden sollte, können Brillengläser als Schutz vor Pollen verwendet werden. Beim Spazierengehen empfiehlt es sich, Laubwälder Nadelwäldern vorzuziehen, da erstere die Luft deutlich besser filtern.

Auch die eigene Kleidung muss mit Vorsicht behandelt werden: Pollen setzen sich darin fest, insbesondere wenn sie nass ist. Deshalb wird davon abgeraten, Wäsche im Freien lufttrocknen zu lassen. Des Weiteren ist getragene Kleidung möglichst rasch zu reinigen, beziehungsweise nicht in unmittelbarer Nähe des Schlafbereiches aufzubewahren.