Hülsenfrüchte schützen auch vor Diabetes

© Bild: Getty Images/istockphoto/syolacan/istockphoto

Die oft zu Unrecht als blähend abgestempelten Pflanzen haben noch mehr zu bieten, als bisher bekannt.

Zu den Vertretern der Leguminosen zählen unter anderem Linsen, Erbsen, Bohnen und Kichererbsen. Sie enthalten generell höhere Protein-Konzentrationen als die meisten Pflanzen und weisen wenig Fett und geringe Kalorienmengen auf. Außerdem sind sie Lieferanten wichtiger Mikronährstoffe wie Eisen, B-Vitamine, Folsäure etc. Studienergebnisse haben bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass der Verzehr von Hülsenfrüchten hilfreich ist, um sich vor Krankheiten zu schützen und ein gesundes Körpergewicht aufrechtzuerhalten. Eine Meta-Analyse mehrerer relevanter Studien ergab 2017 zum Beispiel, dass ein hoher Verzehr von Hülsenfrüchten zu einem geringeren Gesamtsterblichkeitsrisiko im Beobachtungszeitraum führte.

In einer aktuellen spanischen Studie, die im Clinical Nutrition Journal erschienen ist, untersuchten mehrere Forschungsinstitute und Universitäten, ob der Konsum von Leguminosen auch vor Diabetes Typ 2 schützen kann und welche Sorten hierfür am geeignetsten wären. An der Studie nahmen 3349 Personen teil, die anfangs keinen Diabetes aufwiesen. Zu Beginn der Studie und in den folgenden Jahren wurde die gesamte Bandbreite der Ernährung der Teilnehmer erfasst. 266 Personen entwickelten in einer Nachbeobachtungszeit von 4,3 Jahren Diabetes. Es stellte sich heraus, dass die Personen mit dem höchsten Konsum von Hülsenfrüchten ein um 35 Prozent reduziertes Diabetesrisiko hatten, im Vergleich zu denjenigen mit dem niedrigsten Verzehr.

Red lentils on wooden spoon
© Bild: Getty Images/iStockphoto/typo-graphics/iStockphoto

Speziell der Konsum von Linsen stellte sich als günstig heraus: Der Vergleich von Personen mit dem meisten und dem geringsten Linsenverzehr ergab, dass das Risiko, Diabetes zu entwickeln, bei den Personen mit dem höchsten Verzehr um 33 Prozent reduziert war. Auch bei Kichererbsen konnte ein ähnlicher Effekt beobachtet werden. Aß ein Proband eine halbe Portion Hülsenfrüchte mehr und im Austausch dafür eine gleich große Menge an Eiern, Brot, Erdäpfeln oder Reis weniger, so wirkte sich dies ebenso positiv auf das Risiko für Diabetes aus.

Den Ergebnissen dieser Studie zufolge, kann ein hoher Verzehr von Hülsenfrüchten also uneingeschränkt empfohlen werden.

( kurier.at , David UIrich ) Erstellt am 11.05.2018