Hans-Peter Hutter: "Öffnungen erfolgten ohne Rücksicht auf Verluste"

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter
Der Public-Health-Experte erklärt im KURIER-Interview, warum er von den aktuellen Regelungen enttäuscht ist und was er für den Herbst erwartet.

Tägliche Höchstwerte um die 50.000, von Dienstag auf Mittwoch sogar knapp 60.000 Neuinfektionen, aber gleichzeitige Lockerungen, ein Stillstand bei Impfungen und Contact Tracing, mit Ende März auch ein Auslaufen des bisher kostenlosen flächendeckenden Testsystems – für viele Expertinnen und Experten sind die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht mehr nachvollziehbar.

Der österreichische Virologe Florian Krammer, der in den USA forscht, machte seinem Ärger auf Twitter Luft: "Ich hab’s aufgegeben", war sein Kommentar zum österreichischen Coronamanagement. Auch Simulationsforscher Niki Popper zeigte sich kritisch und betonte kürzlich, dass eine Gesamtstrategie fehle.

Was heißt das für die nächsten Monate und was erwartet uns im Herbst? Der KURIER fragte bei Hans-Peter Hutter, Public-Health-Experte an der MedUni Wien nach.

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