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Wissen Gesundheit
01/14/2020

Grippewelle erreicht Wien: 6.300 neue Fälle

Steigende Erkrankungszahlen, aber der Höhepunkt der Grippewelle ist noch nicht erreicht.

"Wir sehen derzeit eine stark zunehmende Aktivität der Grippeviren." Das sagte Dienstagnachmittag die Virologin Monika Redlberger-Fritz vom Department für Virologie der MedUni Wien. Auch beim Grippeinformationsdienst der Stadt Wien sieht man eine ansteigende Tendenz - die Schulferien sind vorbei und die Zahl der Grippe-Patienten steigt an: Gab es in der ersten (kurzen) Jännerwoche hochgerechnete 4200 Neuerkrankungen nur in Wien, so waren es in der Vorwoche bereits 6300. Möglicherweise könnte bereits Ende der Woche, oder spätestens Anfang kommender Woche die Grippewelle für ganz Österreich offiziell ausgerufen werden. In Tirol war das bereits im Dezember der Fall.

Noch relativ ruhig war es in den vergangenen Tagen beim Ärztefunkdienst in Wien: "Ich hatte bei meinen letzten Dienst nur zwei Patienten mit Verdacht auf Influenza gesehen - die große Grippewelle ist zumindest in Wien noch nicht zu sehen", sagt der Mediziner Ernest Zulus, ärztlicher Leiter des Ärztefunkdienstes. "Es gibt einen langsamen Anstieg der Erkrankungszahlen."

Da der Höhepunkt der Grippewelle noch nicht erreicht sei, sei auch die Impfung jetzt noch sinnvoll. Der heurige Impfstoff passt bis jetzt optimal für die derzeit zirkulierenden Virusstämme. Die Einnahme von speziellen Anti-Virus-Medikamenten (Neurominidasehemmer) ist nur dann sinnvoll, wenn sie in den ersten 24 Stunden, maximal in den ersten 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden: "Damit kann man den Krankheitsverlauf etwas verkürzen und günstig beeinflussen", sagt Zulus.

Auch in weiten Teilen Europas nimmt derzeit die Grippeaktivität unverändert zu. Und was auch noch dazu kommt: Abgesehen von den Influenza-Viren kursieren derzeit auch viele Viren, etwa Rhinoviren, die typische Erkältungen auslösen.

 

 

 

 

 

 

 

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