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Wissen Gesundheit
05/20/2021

Das sind die häufigsten Nebenwirkungen nach der Covid-Impfung

Aktuelle Zahlen zeigen, dass leichte Nebenwirkungen vor allem nach Astra Zeneca gemeldet werden. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.

von Elisabeth Gerstendorfer

Die Meldungen über schwere Nebenwirkungen sorgten immer wieder für Aufsehen und bei manchen für Besorgnis. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit eine Thrombose oder andere schwere Reaktionen zu erleiden aber sehr gering.

Viel häufiger kommt es zu leichten Nebenwirkungen, wie auch ein aktueller Bericht des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (Basg) für den Zeitraum Ende Dezember 2020 bis Mitte Mai 2021 zeigt. Verglichen wurden die Meldungen von Impfreaktionen für die vier Impfstoffe Biontech/Pfizer, Astra Zeneca, Moderna und Johnson & Johnson.

Erwartete Reaktionen

Der Großteil der gemeldeten Impfreaktionen sind erwartete Reaktionen wie sie auch in den Studien der Impfstoff-Zulassungsverfahren beschrieben wurden.

Dazu zählen etwa Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle. Am häufigsten meldeten Menschen im Alter von 18 bis 44 Jahren Nebenwirkungen (14.043), gefolgt von 45- bis 64-Jährigen (7.968). Frauen waren mit 69 Prozent der Meldungen deutlich häufiger von Impfnebenwirkungen betroffen als Männer.

Die meisten gemeldeten Nebenwirkungen betrafen Impfungen mit Astra Zeneca. Pro 1.000 Impfungen wurden 21 Mal Nebenwirkungen berichtet. Bei Biontech/Pfizer waren es zwei Meldungen je 1.000 Impfungen, bei Moderna drei und bei Johnson & Johnson rund drei.

Kopfschmerzen, Müdigkeit häufig

Die bisher gemeldeten häufigen Nebenwirkungen entsprechen laut Basg sowohl in ihrer Art als auch in ihrer Häufigkeit den aus den Zulassungsstudien zu erwartenden Reaktionen.

Neben Reaktionen an der Einstichstelle zählen Kopfschmerzen oder Müdigkeit (bei jeweils ca. 53 Prozent der Meldungen), Muskelschmerzen oder Unwohlsein (44 Prozent), Fiebrigkeit (33 Prozent), Gelenkschmerzen (26 Prozent), Schüttelfrost (32 Prozent) und Fieber über 38 Grad (8 Prozent) auch in den klinischen Studien zu den am häufigsten gemeldeten Impfreaktionen, heißt es im Bericht der Basg.

Die Mehrheit der Nebenwirkungen war in der Intensität mild bis moderat und verschwand binnen weniger Tage.

Generell waren berichtete Nebenwirkungen bei Astra Zeneca nach der ersten Dosis stärker und häufiger als nach der zweiten Dosis. Dieser Impfstoff wurde in Österreich bisher vor allem Jüngeren verabreicht, bei denen laut Studien stärkere Impfreaktionen auftreten.

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