Coronavirus: Wie sich die Situation heute von März unterscheidet

Coronavirus: Wie sich die Situation heute von März unterscheidet
Am Montag gab es mehr als 1.000 Erkrankte, bei solchen Werten kam es im März zum Lockdown. Der Unterschied: Damals war der Anstieg viel steiler.

„Wieder mehr als 1.000 aktiv Erkrankte in Österreich“, meldete am Montag die APA. Sie tat das nicht zum ersten Mal: Erstmals gab es nämlich am Tag des Lockdown – dem 16.3. – mehr als 1.000 Erkrankte. Am Tag der Ankündigung der Beschränkungen, dem 13. 3., waren es 422 Infizierte. Warum gab es damals die Einschränkungen für Geschäfte und Restaurants, gefolgt von der Maskenpflicht – und warum wird jetzt die Situation – ausgenommen vielleicht die Regionen rund um einen Cluster – vielfach entspannter beurteilt?

„Die Dynamik war damals eine ganz andere“, sagt Heinz Burgmann, Leiter der Abteilung für Infektiologie am Wiener AKH / MedUni Wien im Interview für den KURIER und SchauTV. „Damals verdoppelte sich die Zahl der Fälle innerhalb von vier bis fünf Tagen, derzeit liegt die Verdoppelungszeit zwischen 150 und 200 Tagen.“

Das bedeute jetzt nicht, dass man sich gar keine Sorgen machen müsse: „Da derzeit ein Infizierter wieder mehr als eine weitere Person ansteckt, haben wir auch jetzt ein exponentielles Wachstum. Aber noch auf einem viel niedrigeren Niveau.“

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