Corona-Virus: Wo Antigen-Tests gute Dienste tun

Corona-Virus: Wo Antigen-Tests gute Dienste tun
In der Notaufnahme von Spitälern beschleunigten die Schnelltests die Patientenbetreuung, zeigt eine australische Studie.

Wie nützlich sind Corona-Schnelltest in der Notaufnahme von Spitälern? Dieser Frage gingen australische Wissenschaftler nach. Und stellten dafür den Vergleich zwischen Antigen- und PCR-Tests an. 

Eine frühzeitige und schnelle Erkennung von SARS-CoV-2 ist im Gesundheitswesen unabdingbar, nur so lassen sich Vorsichtsmaßnahmen zur Infektionskontrolle umzusetzen und Patienten schnell der entsprechenden Behandlung zuführen.

Schneller oder sicherer?

Katherine Bond von der Universität Melbourne und Kollegen testeten für ihre Studie symptomatische Patienten, die sich in einer Notaufnahme in Melbourne vorstellten, sowohl mit einem Antigen-Test, welcher die Proteine bzw. Proteinhülle des Corona-Virus innerhalb von 15 Minuten nachweist, als auch mit einem verlässlicheren PCR-Test, der in zeitaufwendigerer Analyse auf das Erbgut des Virus anspricht.

Ungenau, aber effektiv

Die Analyse von 1.762 zweifach ausgewerteten Proben zeigte eine Gesamtsensitivität von 75,5 Prozent für den schnellen Antigen-Test. Die Aussagekraft verbesserte sich mit zunehmendem Risiko für eine COVID-19-Infektion. Patienten mit positivem Ergebnis wurden sofort auf eine Covid-19-Station verlegt, das PCR-Ergebnis wurde nicht abgewartet.

Verbesserung des Patientenflusses in Notaufnahme

Hochrisiko-Patienten profierten am stärksten von der Triage. Für sie verringerte sich die Zeit in der Notaufnahme von 421 Minuten auf 274 Minuten. Insgesamt beschleunigte sich dadurch der Patientenfluss innerhalb der Station. Fazit der Forscher: Schnelltestmethoden wie Antigen-Tests können die Patientenversorgung im Spital trotz einer geringeren Sensitivität als PCR-Tests verbessern.

Kommentare