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Wissen Gesundheit
11/19/2020

Corona-Impfstoffe: Auch die Universität Oxford ist in der Zielgeraden

Die Daten aus der letzten Studienphase des gemeinsam mit AstraZeneca entwickelten Impfstoffs sollen noch vor Weihnachten vorliegen. Immunantwort auch bei älteren Menschen gut.

Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember die Ergebnisse aus der entscheidenden Studie (Phase 3) ihres zusammen mit AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit des Impfstoffs treffen zu können. Aber man komme dem näher "und es wird definitiv vor Weihnachten sein", sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard, am Donnerstag dem Sender BBC.

Über die bisherigen Erkenntnisse sei man hocherfreut. Der Impfstoff werde von Menschen über 55 Jahren sehr gut vertragen. Nach Daten die in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurden, erzielte der Impfstoff vielversprechende Ergebnisse unter älteren Erwachsenen über 70 Jahren. Diese sind bei einer Infektion besonders gefährdet. Das Vakzin erzeugte demnach eine starke Immunantwort.

AstraZeneca gehört neben der deutschen Biotechfirma BioNTech mit ihrem US-Partner Pfizer und dem US-Konzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Covid-19-Impfstoff. Die Konkurrenten haben bereits Daten zur Wirksamkeit ihrer Impfstoffe aus der zulassungsrelevanten Studie vorgelegt und steuern auf eine Notfallgenehmigung in den USA zu.

Wie der Impfstoff wirkt

Bei dem Impfstoff handelt es sich um einen sogenannten "Vektorimpfstoff". Harmlose, abgeschwächte Viren (z. B. Schnupfenviren), die im Menschen keine Erkrankung auslösen, werden so verändert, dass sie charakteristische Oberflächenbestandteile des Coronavirus aufweisen. Dem Immunsystem wird mit diesen Transportviren eine SARS-CoV-2-Infektion vorgegaukelt – das Immunsystem bildet Antikörper (Abwehrstoffe).

Im Gegensatz dazu sind  die Impfstoff von BioNTech / Pfizer und Moderna sogenannte RNA-Impfstoffe. Sie enthalten den genetischen Bauplan  für das ungefährliche Oberflächeneinweiß des Coronavirus. Diese Gen-Abschnitte werden in eine Hülle aus Fettpartikel gepackt und injiziert. Zellen produzieren dann das Eiweiß, der Körper stellt den Impfstoff (den Virusbestandteil) also selbst her.

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