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25.06.2018

Geringere Sterblichkeit: Bienen trotzten dem Winter besser

Grazer Forscher haben die Wintersterblichkeit von Honigbienenvölkern erhoben: Die Verlustrate liegt heuer bei zwölf Prozent.

Nach hohen Verlusten im Winter 2016/17 gibt es für die vergangene Wintersaison Erfreuliches von Österreichs Bienenzüchtern zu berichten: Lediglich etwa zwölf Prozent der Völker haben die kalten Monate nicht lebend überstanden.

Rund 1.400 Imkereien haben ihre Angaben zu insgesamt etwa 28.400 eingewinterten Völkern den erhebenden Zoologen der Universität Graz zur Verfügung gestellt.

Starke Schwankungen

Das Institut für Zoologie der Uni Graz führt seit dem Winter 2007/08 eine österreichweite Erhebung der Winterverluste von Bienenvölkern durch. Die Sterberate schwanke stark über die Jahre und Regionen, teilte der Projektverantwortliche, Robert Brodschneider, gegenüber der APA mit. So lag die Sterblichkeit im Winter 2016/17 noch bei vergleichsweise hohen 23 Prozent. Die niedrigsten Werte seit Erhebungsbeginn gab es im Winter 2015/16: Damals betrug die Verlustrate 8,1 Prozent.

Österreichweit gibt es rund 353.000 Bienenvölker. An der bundesländerweiten Erhebung haben 1.391 Imkereien ihre Daten zur Verfügung gestellt. Erfasst wurden damit 28.373 Bienenvölker. Die höchste Verlustrate (14,5 Prozent) war von den 144 teilnehmenden Kärntner Imkereien zu verzeichnen. In ähnlicher Höhe (14,4 Prozent) lagen die Werte der 60 teilnehmenden Wiener Bienenzüchtern. In den weiteren Bundesländern pendelten die Verlustraten zwischen 12,3 (Niederösterreich) und 7,9 Prozent (Burgenland).

Die Untersuchung wird nach den Standards der internationalen Non-Profit-Vereinigung COLOSS (Prevention of Honey bee colony losses) durchgeführt. Sie werde im kommenden Winter fortgesetzt, um langjährige Trends erkennen zu können, hieß es vonseiten der Uni Graz.